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Als retinotrop bezeichnet man die Eigenschaft des Corpus geniculatum laterale(abgekürzt "CGL" - Teil des Thalamus, gegliedert in 6 Schichten), die Information bildgetreu im Visuellen Cortexabzubilden, so dass die Topologie der Retinaaktivitäterhalten bleibt.
Benachbarte Felder bzw. Erregungsmuster in der Retinawerden auf benachbarte Neuronenim Gehirn abgebildet. Zum Beispiel würde das Betrachten eines Mercedessterns ein ebensolches Aktivitätsmuster, welches man zum Beispiel mit PEToder der Magnetresonanztomografiemessen kann, im Gehirn erzeugen. Dabei tritt die retinotrope Eigenschaft dreidimensional und eineindeutig auf, d.h. jede Schicht ist retinotrop: Jeder Ort im CGL entspricht einem Ort der Retina, benachbarte Orte der Retina sind auch im CGL benachbart.
Jeder Mensch sieht nicht die Realität an sich, sondern nur eine bildgetreue Spiegelung bzw. das Bild der Realität, wie es in seinem Gehirnprojiziert wird, was die Frage nach dem Unterschied zwischen tatsächlichen Sein der Realitätund der Wahrnehmungdurch das Individuum aufwirft.
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