Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Risikofaktor

Bild:Qsicon Ueberarbeiten.png
[[{{TALK|   ]]
}}
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der [[{{switch case: ?
Bild:Portal.gif [[Portal:{{{1}}}]]
? = Vorlage:Portal talk|
default = Namespace not recognised

}}:Risikofaktor|Diskussionsseite]] angegeben. Hilf bitte mit, ihn zu verbessernund entferne anschließend diese Markierung.

Hinweis: Dieser Artikel behandelt gesundheitliche Risikofaktoren. Von rund 180 Artikeln mit diesem Stichwort in Wikipedia gehen über 90 % die Bezeichnung unter diesem Aspekt an. Zu anderen Risikofaktoren siehe: zum mathematischen Verständnis in Wahrscheinlichkeit, in Social Engineering (Sicherheit), in der Pseudowissenschaft Geopathologieund in der Uranwirtschaft.


Als gesundheitliche Risikofaktoren werden in der Medizinin der Person, ihrer Umgebung (ökologischeF.) oder in ihrer Ernährungliegende ausgeprägte Faktoren bezeichnet, die eine Gefährdung für eine oder mehrere Krankheitendeutlich über das allgemeine Krankheitsrisiko (Inzidenz, Prävalenz) hinausgehende Maß ansteigen lassen - beispielsweise für erhöhten Blutdruck (Hypertonie), Diabetes, Herzinfarkte, Krebs, Morbus Parkinsonoder Rheuma.

Unterschiedliche Zahlen zur Bedeutung der Faktoren müssen sich zwangsläufig ergeben, wenn die Statistiken der Todesursachenoder Krankheitshäufigkeit in der BRD, der EU, für andere Länder oder weltweit (=WHO-Zahlen) berücksichtigt werden. Dabei geht es aber um das Risiko ganzer Bevölkerungsgruppen und nicht nur bei einer einzelnen Person.

Ein medizinischer Befund, ein Laborwert oder eine Verhaltensweise des Patientenwird dann als Risikofaktor bezeichnet, wenn sein Vorliegen zu einem statistischnachweisbar vermehrten Auftreten einer Krankheitführt.

Risikofaktoren werden als Ergebnis der medizinischen Ursachenforschung bekannt und sie werden bei nahezu jeder Krankheitsbeschreibung angeführt. Damit soll unter dem Stichwort Präventionerreicht werden, dass individuell oder gesellschaftlich, Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Krankheit unternommen werden. Beispiele: Sport, Wassernutzung, Immissionsschutzbestimmungen.

Ein Konsequenz aus der Erforschung der Risikofaktoren wäre: Sie sollten in der Gesundheitserziehung bereits in der Grundschule und dann unbedingt in allen weiteren Bildungsgängen wegen deren prägender Wirkung auf den Lebensstil berücksichtigt werden. Der Erfolg wäre individuell und gesellschaftlich erleb- und messbar.


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Begrifflichkeit
    • 1.1 Zum Zeitfaktor
    • 1.2 Abschätzung der Folgen
  • 2 Häufige Risikofaktoren
    • 2.1 Risikofaktor Alkohol
    • 2.2 Risikofaktor Alter
    • 2.3 Risikofaktor Bluthochdruck
    • 2.4 Risikofaktor fettreiche Nahrung, erhöhtes Cholesterin
    • 2.5 Risikofaktor Gene, Vererbung, familiäres Risiko
    • 2.6 Risikofaktor Luftverschmutzung
    • 2.7 Risikofaktor Nikotin, Rauchen, Tabak
    • 2.8 Risikofaktor Stress
    • 2.9 Risikofaktor Übergewicht und Fettleibigkeit
    • 2.10 Risikofaktor ungeschützter Geschlechtsverkehr
    • 2.11 Risikofaktor Zuckerkrankheit
    • 2.12 weitere (umstrittene) Risikofaktoren
  • 3 Begriff - andere Meinung
  • 4 siehe auch:
  • 5 Literatur
  • 6 Weblinks

Begrifflichkeit

Zum Zeitfaktor

Je nach Ausprägung des Risikofaktors kann - muss es aber keineswegs zwangsläufig - es zu einem baldigen oder späteren Auftreten einer Krankheit kommen. Immer dann, wenn sich für ein Ereignis keine klare Einzelursache erkennen lässt, kann man versuchen, durch Herausarbeiten von Risikofaktoren der Ursache näher zu kommen.

Ein Risikofaktor ist dabei ein Einflussfaktor unter mehreren, also eine abgeschwächte Kausalität, zumal auch die Einwirkzeit berücksichtigt werden muss. So ist das beispielsweise das Rauchenein Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs. Genetische Veranlagung, berufliche Exposition gegenüber Stäuben und gleichzeitiger Alkoholkonsum können das Risiko erhöhen.

Wenn man den Zeitfaktor, also die Dauer der Einwirkung des Risikofaktors, in die Betrachtung mit einbezieht, kann man beim Beispiel Rauchen allerdings auch fast von einer Ursache-Wirkungs-Beziehung sprechen: Man muss nur lange genug "warten", bis sich bei nahezu jedem Raucher ein Lungenkrebs entwickelt, es sei denn der Betroffene ist bereits vorher an einer anderen Krankheitverstorben. Auch in Tierversuchenmit Zigarettenrauchkann praktisch immer Lungenkrebs ausgelöst werdeb, wenn der Zigarettenrauch nur lange genug in einer gewissen Konzentration einwirkt.

Dennoch sind bei Risikofaktoren die Ursache-Wirkungs-Beziehungen nicht immer eindeutig.

Abschätzung der Folgen

Risikofaktoren können, müssen aber nicht, Krankheitswert haben.

Auch wenn man sich gesund fühlt, kann man Risikofaktoren ausgesetzt sein beziehungsweise in sich tragen. Das individuell vorhandene Ausmaß der Gefährdung läßt sich meistens nur mit den Mitteln der Epidemiologiebeschreiben, jedoch nie individuell genau beziffern. Auf der individuellen Ebene sind Prognosen, methodisch betrachtet, eigentlich ein Kunstfehler. Es handelt sich dabei um einen Widerspruch zwischen Statistikund Ratschlägen zur individuellen Lebensführung (Gesundheitsberatung).

Es muß bei den Risiken zwischen Mitverursachung (auch im Sinne einer Begünstigung) oder alleiniger Ursache sowie der Frage unterschieden werden, ob Krankheit oder Todesfolge beeinflusst wird (Kofaktoren, Morbidität, Mortalität).

Im Jahr 2001sind zum Beispiel weltweit schätzungsweise sieben Millionen Menschen an Krebsgestorben. Statistisch gesehen könnten von ihnen nach Majid Ezzati und Kollegen von der Harvard-Universität, Boston, USA 2,4 Millionen noch am Leben sein, wenn sie die folgenden neun Risikofaktoren vermieden hätten: Übergewicht, ungesunde Ernährung (wenig Obst und Gemüse, zu viele Fette), Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, ungeschützten Geschlechtsverkehr, Luftverschmutzung (in Großstädten), Kohleheizung und kontaminierte (=verunreinigte) Injektionen.


Häufige Risikofaktoren

Die Liste häufiger Risikofaktoren ist verhältnismäßig kurz, diejenige der weiteren Risikofaktoren lang (s. u.).

Im Folgenden sind die häufigen Risikofaktoren alphabetisch aufgeführt. Es handelt sich dabei um jene, die zu den Hauptursachen vorzeitigen Sterbens zählen. Dies läßt sich aus Mortalitäts-Studien relativ einfach belegen.


Risikofaktor Alkohol

Während geringer bis moderater Alkohol-Konsum von diversen Studien als Herz und Gefäße begünstigend nachgewiesen wurden, erhöht starker Alkoholkonsum nicht nur einer schwedischen Untersuchung zufolge das Krebsrisiko dramatisch. In einem Beitrag der Mediziner Lennart Hardell und Sören Sigvardsson heißt es, nach genauem Studium von "Alkoholikerlisten" aus den Jahren 1917-1977 ergebe sich für Frauen unter 45 ein um 80 Prozent erhöhtes Krebsrisiko als Folge von Alkoholmissbrauch. Generell steige es bei diesem Alkoholkonsum um durchschnittlich 60 Prozent.

Als verbreitete, legalisierte Alltags-Droge erzeugt Alkohol im psychiatrischen Sinne Suchtund macht sozial, psychisch und körperlich abhängig(Alkoholismus). Er zerstört die Lebensgrundlagen, weil eine Teilnahme am Familien- und Berufsleben verhindert wird. Neben-Folgen sind häufig Sekundärerkrankungen wie Infektionenoder Frakturen.

Ein weiteres Problem der Enthemmung durch Alkohol: Viele Alkoholtrinker/-innen sind "Toxomanen", die gleichzeitig Tabak u. a. Stoffe mißbrauchen, so dass es im Einzelfall schwer sein mag, die krebserzeugende Wirkung für die Mundhöhle / den Rachen dem Alkohol oder dem Tabak zuzuordnen. Oft multiplizieren sich die schädlichen Einflüsse (Der Multipl.faktor kann höher sein).

Grenzwerte des Alkoholabbaus im Lebergewebe innerhalb 24 Stdn. sind bekannt und liegen unterschiedlich hoch für Frauen und Männer in der Leber-Kapazität begründet. (Dies hat wahrscheinlich etwas mit der hormonellen Steuerung zu tun).

Risikofaktor Alter

Im fortgeschrittenen Alter sind bei den meisten - gerade bei gut ernährten - Menschen arteriosklerotische Veränderungen und Leistungsminderungen der inneren Organevorhanden. Ausschlaggebend ist wahrscheinlich, wie lange welche ungünstigen Faktoren auf die Person eingewirkt haben. Diese Wirkung läßt sich methodisch bei der Einzelperson nur schwer von genetischen Faktoren trennen.

Weitere Funktionseinschränkungen der Organe sind in der Geriatrievielfach beschrieben. Dabei ist eigentlich nicht das Alter sondern die jeweilige Nutzung in den Vorjahren und Schädigungen bei der Zellteilungverantwortlich.

Die Grenzwerte des Alters sind umstritten. Zur Zeit geht man von einer deutlichen Erhöhung der Krankheitsrisiken ab dem 85. Lebensjahr aus. Davor liegen allerdings krankheitsspezifisch aber bereits unterschiedliche Erkrankungsraten der verschiedenen Organsysteme, die mit dem Lebensalter korrelieren. Ein wichtiger Ausdruck in diesem Zusammenhang ist die Multimorbiditätim Alter (das gleichzeitige Auftreten mehrerer Krankheiten).

Nicht vergessen werden darf in diesem Zusammenhang, dass die durchschnittliche statistische Lebenserwartung einen anderen Begriff als der Risikofaktor Alter darstellt. Das Alter spiegelt sozusagen nur die Anhäufung verschiedener Risiken wider.

Nicht vergessen: Das Leben ist eo ipso (aus sich heraus) lebensgefährlich/tödlich.


Risikofaktor Bluthochdruck

Bluthochdruck("arterielle Hypertonie"), schädigt die Gefäße, die Blutpumpen in beiden Herzhälften und trägt zur Arteriosklerosebei. In vielen Organen können Folgeschäden auftreten, so beispielsweise Angina Pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagenund Augen-Schäden.

Weiteres zur essentielle Hypertonie, sekundäre Hypertonie und den Grenzwerten für den Blutdruck bei den Stichworten.


Risikofaktor fettreiche Nahrung, erhöhtes Cholesterin

Ein erhöhter Cholesterinspiegelist Hauptrisikofaktor bei etwa der Hälfte aller Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten (zum Beispiel Herzinfarkt, Schlaganfall). Sowohl Lebensstil als auch die genetische Veranlagung spielen eine Rolle.

Exakte Grenzwerte sind umstritten. Nicht jedoch, dass ab einer bestimmten Bandbreite mit Folgeschäden zu rechnen ist.

Prävention durch fettarme Nahung, hohe Obst- und Gemüseanteilein der Ernährungund viel Bewegung (altersgemäßer Sport) sind Konsens.

Risikofaktor Gene, Vererbung, familiäres Risiko

Ist der Vater vor dem 55. Lebensjahr oder die Mutter vor dem 65. Lebensjahr an einem Herzinfarkt oder Hirnschlag erkrankt oder verstorben, haben auch die leiblichen Kinder ein erhöhtes Risiko dazu.

Einige andere ähnliche Risikofaktoren werden bereits in der pränatalen Diagnostik, der Geburtshilfeund in der Säuglingssprechstunde abgeklärt. Systematisch wird an dieser Frage im Human Genome Projectgeforscht.

Risikofaktor Luftverschmutzung

Vor allem in größeren Städten und in der Nähe von Industrieansiedlungen ist die Atemluft mit Umweltgiften belastet, die im Verdacht stehen, Krebserkrankungen auszulösen. Hierbei handelt es sich neben Schwermetallenvor allem um Schwefeldioxideund Stickoxide. Für einige Substanzen wurden bereits Grenzwerte festgelegt, bei deren Überschreitung gesundheitliche Risiken befürchtet werden. Allerdings konnten sich die Experten noch nicht darüber einigen, welchen Einfluss eine dauernde Exposition geringerer Schadstoffkonzentrationen hat. Hierzu haben norwegische Forscher in einer 2003 veröffentlichten Studie über eine Langzeituntersuchung mit über 16.000 norwegischen Probanten neue Erkenntnisse gewonnen: Sie konnten nachweisen, dass Männer, die in Regionen mit starker Luftverschmutzung leben, ein höheres Lungenkrebsrisiko haben.

Siehe weiter bei: Das Abstract der genannten Studie, Luftverschmutzung, Luft, Pulmologie, Ökologie


Risikofaktor Nikotin, Rauchen, Tabak

Nikotinschädigt das Endothel, die innere ?Tapete? der Atem- und Blutgefäße. Außer der direkten Wirkung auf die Atmungund die Atmungsorgane trägt Nikotin und Teerüber die Blutbahn Risikofaktoren in den gesamten Körper. Es wirkt also systemisch. Blutfettspiegel und Blutdruck z. B. werden ungünstig beeinflusst. Die Krebshäufigkeitfast aller Organe steigt.

Mit dem Rauchen aufzuhören ist bereits nach 5 Jahren eine äußerst wirksame Maßnahme zur Senkung des Risikos für Herzinfarkt und Hirnschlag.

Allerdings kann eine Zellentartung bereits langfristik zur Entstehung eines Tumors vorliegen. Grenzwerte dazu sind umstritten. Für die Krebsentstehung wird bereits eine nicht bezifferbare geringste Schädigungsmenge des Erbgutsangenommen. Daher auch die Debatte um das Passivrauchen.


Risikofaktor Stress

Wichtiger als der messbare Stressscheint die Reaktion eines Menschen auf den Stress zu sein. Wer häufig wütend oder ärgerlich reagiert, hat ein fünfmal höheres Risiko für einen Herzinfarkt vor dem 55. Lebensjahr. Ebenfalls gefährdet sind Personen mit einer feindseligen und zynischen Einstellung gegenüber ihrer Umwelt. Eine Reduzierung der Körperabwehr-Kräfte wird diskutiert.

Bei Wut und Ärger werden Adrenalinund andere Stress-Hormonefreigesetzt, was die Arteriensich verengen lässt und den Puls und Blutdruck erhöht. Für jemanden, der über lange Zeit zu viel "Stress" hat und diesen nicht reduzieren will oder kann, ist es besonders wichtig, die anderen Risikofaktoren zu kontrollieren und sonst einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Vgl. die Diskussion über biologischen Stress u. a. nach Lazarus.

Grenzwerte sind durch die unterschiedlichen Erfassungsmethoden z. T. umstritten. Jedoch sind psychologische Instrumente zur Lebenszufriedenheit, bzw. zur Diagnose der Depressionrecht treffsicher.


Risikofaktor Übergewicht und Fettleibigkeit

Starkes Übergewicht (Adipositas) führt meist zu Stoffwechselstörungen. Allein durch die erhöhte Muskelarbeit zur Bewältigung der erhöhten Belastung etc. treten orthopädische Folgen auf. Es ist umstritten, in welchem Umfang Adispositas Folge von Stoffwechselstörungen ist.

Einfacher Meßwert ist das Gewicht. Der Body Mass Indexliefert alters- und geschlechtsspezifische Grenzwerte.

Die Gewichtsabnahme um einige Kilogramm verbessern den Zucker- und Fettstoffwechsel und senken den Blutdruck bereits um einige Prozent. Kalorienreduktion und / oder vermehrte Bewegunsg sind wirksame Prävention.


Risikofaktor ungeschützter Geschlechtsverkehr

Geschlechtsverkehr ohne Kondom mit wechselnden (weitgehend unbekannten) Partnerinnen erhöht das Risiko zu Gebärmutterinfektionen (Zervixkarzinom), zur Geschlechtskrankheit- insbesondere für das immer noch unheilbare AIDS-Syndrom.


Risikofaktor Zuckerkrankheit

70 % aller Typ-2-Diabetiker (die in höherem Lebensalter auftretende, schleichend beginnende Form) sterben an einer Herz-Kreislauf-Krankheit. Beim Diabetesund dem metabolischen Syndromist neben dem Zucker- häufig auch der Fettstoffwechselgestört. Die meisten Betroffenen leiden oft gleichzeitig an Übergewicht, Durchblutungsstörungen und hohem Blutdruck. Ein Zusammenhang mit Morbus Alzheimerwird diskutiert.

Grenzwerte sind bekannt (Dt. Leitlinie, EBM).

Prävention durch hohe Obst- und Gemüseanteile als protektiveFaktoren in der Ernähung, häufigere kleine Mahlzeiten, Kalorienreduktion und viel Bewegung (z. B. altersgemäßer Sport) sind Konsens.

weitere (umstrittene) Risikofaktoren

  • Risikofaktor weitere Drogen

Illegale harte Drogen erzeugen im psychiatrischen Sinn Sucht und machen sozial, psychisch und körperlich abhängig (Verlust der Selbständigkeit in der Lebensführung). Sie zerstören die Lebensgrundlagen, weil sie eine Teilnahme am Familien- und Berufsleben verhindern. Folgen sind häufig Beschaffungskriminalitätund Sekundärerkrankungenwie Infektionenoder Frakturen.

Statistisch ist das Risiko wegen ihrer geringen Verbreitung (zum Beispiel Heroin, Ecstacy, Opium) zwar gering. Regional oder individuell kann das aber sofort ganz anders aussehen.

Allerdings ist dieses Risko den Konsumentenauch meistens bewusst. Grenzwerte je nach Droge und Organsystem.

  • Risikofaktor Homocystein, Vitaminmangel

Homocystein ist ein möglicher Risikofaktor für Arteriosklerose, Infektionenund Krebsgenese. Bei einseitiger Ernährung mit zu wenig Folsäureund anderen Vitaminenoder durch genetische Defekte kann das Homocysteinim Blut ansteigen.

In den USA werden deshalb dem Mehlgrößere Mengen Folsäure zugesetzt. In Deutschland sind Bestrebungen im Gange, diesem Beispiel zu folgen. Folsäure ist natürlicherweise unter anderem reichlich in Vollkorn-Produkten, Blattgemüsen und Nüssen enthalten.

  • zum Risikofaktor Armut
  • zum Risikofaktor Bildungs-Mängel
  • zum Risikofaktor Automobil-Nutzung, Straßenverkehr, Benzolund seine Abgase, Feinstaub, Gummiabrieb, Verkehrstote

Begriff - andere Meinung

Bedingt durch die Entstehungsgeschichte dieses Beitrags gilt es, auch eine andere Meinung zu berücksichtigen. Sie sieht in Risikofaktoren keine "abgeschwächte Kausalität", sondern nur eine Korrelation. Demnach sei eine Einflussgröße solange ein Risikofaktor, solange sie nicht als Ursache dingfest gemacht wird: reines Cholesterin erzeugt im Tierversuch weder Arteriosklerosenoch Herzinfarkt.

Der Risikofaktor Cholesterinist nicht der Grund für einen Herzinfarkt. Das Wort "Risikofaktor" werde als mögliche Einflussgröße verstanden, demgemäß sei Rauchen ein gesicherter Grund für Lungenkrebs und kein "Risikofaktor". Weitere Kritik bezieht sich auf das Konzept als Ganzes. Der Mediziner Uwe Heyllmeint, dass die meisten Riskiofaktoren meist nur von Messungen abgeleitet werden, die für den Arzt bequem sind und es scheinbar einfach machen eine Diagnose zu stellen.

siehe auch:

zur Medizinischen Forschung:

  • Epidemiologie, Evidence-Based Medicine, Fluorals Zahnschutz, Gesundheits-Begriffe, Nurses' Health Study, Screeningzur Früherkennung, Tödliches Quartett( = Metabolisches Syndrom)

zur Gesundheits-Organisation:

  • DKFZ, US-Gesundheitsbehöre (Teil NIH),Weltgesundheitsorganisation(WHO)
  • Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
  • Fachstelle füt Alkohol- und andere Drogenprobleme SFASchweiz

zur Statistik:

  • Risiko, Risikomedizin, Ätiologie, Ursache

Literatur

  • Comparative Risk Assessment Projekts
  • Disease Control Priorities Project (NIH-Sponsor) - http://www.fic.nih.gov/dcpp/
  • Heyll Uwe : Risikofaktor Medizin, Ullstein 1993, ISBN 3-548-36623-6(Nutzt das Wort in einem anderen Sinn, doppeldeutig)
  • Lancet: Mehr als ein Drittel aller weltweiten Krebserkrankungen ist auf neun modifizierbare Risikofaktoren zurückzuführen. Das rechnen Epidemiologen der Harvard Universität im Lancet (2005; 366: 1784-1793) vor.
    • Abstract im Lancet (frei nach kostenloser Registrierung) http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673605677252/abstract
  • Majid Ezzati - http://www.hsph.harvard.edu/faculty/MajidEzzati.html
  • Im New England Journal of Medicine (NEJM 2005; 353: 2158-2168) zeigen sie, dass z. B. bereits ein minimales Screening-Programm auch in Entwicklungsländern viele Zervixkarzinome verhindern würde.
    • Abstract im New England Journal of Medicine http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/353/20/2158
    • Perspektiv-Artikel im New England Journal of Medicine als PDF-Datei http://content.nejm.org/cgi/reprint/353/20/2101.pdf
  • S Sigvardsson; L Hardell; T R Przybeck; R Cloninger: Increased cancer risk among Swedish female alcoholics. In: Epidemiology: March 1996, Volume 7, Issue 2. Published by Lippincott Williams & Wilkins.
  • S Sigvardsson; L Hardell; u. a: Cancer risk among Swedish female alcoholics by age, birth cohort and severity of alcoholism. In: European Journal of Cancer Prevention: Volume 9 - 2000. Published by Lippincott Williams & Wilkins.
  • Steinhagen-Thiessen E., Borchelt M. (1996): Morbidität, Medikation und Funktionalität im Alter. In: Die Berliner Altersstudie (Hrsg) Mayer K.U., Baltes P.B. Akademie Verlag GmbH, Berlin.
  • Stamatiadis-Smidt, Zur Hausen (Hrsg): Thema Krebs. Fragen und Antworten DKFZ KID. Springer, Berlin. 440 Seiten. Neuauflage 1998 von Stamatiadis-Smidt, Sellschopp (1993). ISBN 3-540-64353-2.
  • Thun MJ, Peto R, Lopez AD, u. a: Alcohol consumption and mortality among middle-aged and elderly U.S. adults. In: N Engl J Med 1997;337:1705-14.

Weblinks

  • Risikofaktor Lieblosigkeitbei rp-online.de
  • Risikofaktor Cholesterinbei wdr.de/tv
  • Risikofaktor Rauchenbei herz.qualimedic.de
  • Risikofaktor Ungesunde Ernährungbei herz.qualimedic.de
  • Risikofaktor Blutfettebei 3sat.de/teletips/hausarzt
  • Risikofaktor Bluthochdruckbei kvberlin.de
  • Risikofaktor Depressionenbei dr-mueck.de/
  • Risikofaktor Übersäuerungbei bmgf.gv.at
  • Risikofaktor Übergewicht bei 217.160.190.140/angiologe/...
  • Statistisches Bundesamt Deutschland - aktuelle BRD-Statistik der Todesursachen- Anzahl der Gestorbenen nach Kapiteln der ICD-10
  • Sterbetafeln der Schweiz
  • Weltgesundheitsorganisation(WHO) - Link dazu
    • www.who.int
    • Verfassung der WHO(dt. Übersetzung)



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.