Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Ropinirol

Ropinirol ist ein Dopaminagonist. Es wird vornehmlich in der Behandlung der Parkinson-Krankheitund des Restless-Legs-Syndromseingesetzt. Da es dem Dopaminstrukturell ähnlich ist, gehört es nicht zu den dopaminerg wirkenden Mutterkornalkaloiden.

In der Monotherapieist es nicht so wirksam wie Levodopa, jedoch ist die Wirksamkeithöher als die von Bromocriptin. In Kombinationstherapiekann es einen Teil der L-Dopa-Gabe ersetzen. Die bei allen Dopaminagonisten typischen unerwünschten Arzneimittelwirkungen sind u.a. Übelkeit, Kreislaufstörungen und Wasseransammlung in den Beinen. Ropinirol soll - anders als L-Dopa - eine erheblich geringere Neigung zur Ausbildung von Dyskinesienin der Langzeittherapie zeigen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Handelsmarken und Darreichungsformen
  • 2 Unterschied zu anderen Dopaminagonisten
  • 3 Wirkungsweise
  • 4 Risiken und Nebenwirkungen
    • 4.1 Gegenanzeigen
    • 4.2 Wechselwirkungen
    • 4.3 Nebenwirkungen
    • 4.4 Warnhinweise
  • 5 Weblinks

Handelsmarken und Darreichungsformen

Ropinirol ist in Deutschland unter der HandelsmarkeRequip der Firma GlaxoSmithKlineals Parkinsonmittel zugelassen. Es stehen Packungsgrößen von je 21 (N1) oder 84 (N3) Tabletten à 0,25 mg, 0,5 mg und 1 mg und die Packungsgröße von 84 Tabletten (N3) à 2 mg und 5 mg zur Verfügung.

Unterschied zu anderen Dopaminagonisten

Vergleichbar ist die Wirksamkeit von Ropinirol mit der Kombinationstherapie Bromcriptin mit Selegelin.

Wirkungsweise

Ropinirol ist ein Dopamin-Agonist. Zwar ist es chemisch anders gebaut als das Dopamin, doch weil es an den gleichen Bindungsstellungen ansetzt, besitzt es eine vergleichbare Wirkung. Da es die Schranke zum Gehirn anders als von außen zugeführtes Dopamin ohne Schwierigkeiten überwinden kann, ist Ropinirol in Tablettenform eine gute Möglichkeit, den Dopaminmangel bei Patienten mit Parkinson und dem Restless-Leg-Syndrom auszugleichen.

Risiken und Nebenwirkungen

Gegenanzeigen

Ropinirol darf bei schweren Störungen der Nieren- und Leberfunktionen, sowie bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systemsnicht angewendet werden. Bei Patienten, die in ihrer Krankengeschichte eine psychiatrische Behandlung verzeichnen muss die Dosierungvorsichtig erfolgen.

Wechselwirkungen

Die Wirkung von Ropinirol wird durch Antibiotikaaus der Chinolon-Gruppe und durch hochdosierte Östrogenpräparateverstärkt.

Nebenwirkungen

Übelkeit (Nausea) und Erbrechen, Bauchschmerzen, Sodbrennen, Schwindelgefühle, Blutdruckabfallbeim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), Tagesmüdigkeit, Bewegungsstörungen (Dyskinesien), Wassereinlagerung in den Beinen (Ödeme) und Halluzinationen(symptomatische pharmakotoxische Psychose) sind die wichtigsten Nebenwirkungenvon Ropinirol.

Da es keine Ergot-Struktur aufweist, sind anders als bei den Mutterkornalkaloidpräparaten keine pleuropulmonale und retroperitoneale Fibrosenoder periphere vaskuläre Nebenwirkungen zu befürchten.

Warnhinweise

Während einer Langzeittherapie mit Ropinirol muss der behandelnde Arzt in regelmäßigen Abständen Untersuchungen zur Kontrolle durchführen. Ein plötzliches Absetzen kann zu einer starken Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen. In der Schwangerschaftund während des Stillensdarf Ropinirol nicht eingenommen werden.

Weblinks

  • Wirkstoff und Strukturformel
  • Ropinirol vor der Zulassung als RLS-Mittel
  • Videos zu Ropinirol als Parkinsonmittel



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.