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Rosazea

Rosazea/Rosacea früher auch fälschlich Akne rosacea (lat.für Kupferfinnen oder Rotfinnen) ist eine meist im fünften Lebensjahrzehnt beginnende Akne-ähnliche Hauterkrankung des Gesichts mit fleckförmigen, teils schuppenden Rötungen sowie entzündlichen Papelnund Pusteln, später auch knollenartige Wucherungen der Nase, Rhinophym (v. griech.???, ????? ?Nase? und ???α ?Geschwür, Gewächs?) oder Knollennase genannt.

Bild:Rasacee couperose zones.png
Rosazea

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Auslöser
  • 2 Symptome
  • 3 Behandlung
  • 4 Weblinks

Auslöser

Die Ursache der Rosazea ist bislang weitgehend unklar. Diskutiert wird neben einer Regulationsstörung der Gefäßversorgung des Gesichts auch eine Beteiligung der Demodex-Milben. Die Krankheit tritt selten vor dem 30. Lebensjahr, meistens erst ab dem 40. Lebensjahr auf. Frauen wie Männer sind gleichermaßen betroffen (eventuell mit leichtem Überhang bei Frauen). Kaffee-, Tee- oder Alkoholgenusskönnen ebenso wie scharfe Gewürze und Sonnenbäder eine Verschlechterung bewirken.

Symptome

Die Symptome reichen von anfangs relativ unscheinbaren Hautrötungen, die wie Sonnenbrand wirken, bis zu akneartigen eitrigen Pusteln und Quaddeln. Bei Männern kann es zu Veränderungen der Nase kommen, ebenso können entzündliche Augenerkrankungen vorkommen.

Ein Rhinophym kommt besonders bei Männern vor und ist eine Sonderform der Rosazea mit knolliger Verdickung der Nase durch Wucherung von Talgdrüsenund Bindegewebe.

Rosazea beginnt meist unscheinbar mit Hautrötungen, insbesondere bei Hitze, Kälte und emotionalen Stress-Situationen. Die feinen oberflächlichennahen Blutgefäße sind deutlich erweitert, die Haut wirkt sonnenbrandartig gerötet. Diese erste Form der Erkrankung bezeichnet man als ?Couperose?.

Im zweiten Stadium treten schubweise Pusteln, Knötchen sowie Schwellungen auf, die sich im nächsten Stadium entzünden und eitrig degenerieren können. Die Haut ist geschwollen, gerötet und großporig. Die Ähnlichkeit mit Akne führt manchmal zu Fehldiagnosen.

Leider kann es auch zu nicht harmlosen Veränderungen an den Augen kommen, vor allem in Form von Bindehaut- und Lidrandentzündungen, Trockenheit der Augen und im ungünstigsten Fall Hornhautentzündung.

Behandlung

Bei Rosazea gibt es keine Heilung. Durch tägliche Pflege ist allerdings eine Linderung der Symptome möglich. Beim Auftreten eines akuten Schubes kann medikamentös behandelt werden. Wesentlich ist, dass kein Cortisonverwendet wird, da dies die Symptome meist stark verschlechtert. Die Standardbehandlung erfolgt mit speziellen Antibiotika (Minocyclin) sowie zur äußerlichen Anwendung Azelainsäure(Skinoren®) und Metronidazol. Die letzteren wirken offensichtlich gegen anaerobeKeime und Protozoen, die Entzündungsherde auslösen. Ein weiterer hochwirksamer Wirkstoff ist Isotretinoin, ein Vitamin-A-Säure-Derivat, das Nebenwirkungen - insbesondere Reizungen der Haut, Schleimhaut und Bindehaut, Kopfschmerzen sowie Leberfunktionsstörungen, selten auch Depressionen - verursacht und bei Frauen wegen seiner embryotoxischen Wirkung nur beim sicheren Ausschluss einer Schwangerschaft verwendet werden darf.

Grundlage der täglichen Behandlung zuhause ist die Reinigung der Haut mit milden Mitteln. Beim Abtrocknen sollte das Rubbeln des Gesichts vermieden werden. Gute Erfolge erzielt man mit Gesichtsmassagen. Dabei wird das Gesicht morgens und abends mit leichten, kreisförmigen Bewegungen mit Hilfe eines Gleitmittels massiert. Fetthaltige Cremes sollten vermieden werden. Sonnenschutz ist obligatorisch.

Die Knollennase kann durch chirurgische Abtragung mit dem CO2-Laserbehandelt werden. Die roten Äderchen können mit der ELOS-Therapieverödet werden, damit sie sich nicht weiter ausbreiten können. Dabei nimmt der rote Blutfarbstoff die Energie auf und wandelt sie in Wärme um. Diese Behandlung sollte vier- bis sechsmal in Abständen von drei Wochen durchgeführt werden.

Weblinks

  • Deutschsprachiges Forum für Betroffene
  • Übersichtsartikel zum Thema Rosacea
  • Umfassende Informationen von der Uni Heidelberg



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