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| Sabadill
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| Systematik
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| Klasse: | Einkeimblättrige(Liliopsida)
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| Unterklasse: | Lilienähnliche(Liliidae)
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| Ordnung: | Lilienartige(Liliales)
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| Familie: | Germergewächse (Melanthiaceae)
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| Gattung: | Sabadill (Sabadilla)
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| Art: | Sabadill
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| Wissenschaftlicher Name
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| Sabadilla officinarum
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| Brandt
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Sabadill (Sabadilla officinarum, auch Veratrum officinale, Schoenocaulon officinale, Asagraea off., Helonias off., Asagra caracasana, ) ist ein amerikanisches Liliengewächs, umgangssprachlich "Sabadill-Läusekraut" (auch Läusesabadill oder Mexikanisches Läusekraut) genannt.
Die taxonomische Einordnung der Pflanze in der Ordnung der Lilienartigen wurde mehrfach geändert.
Sie gehörte früher zu den Colchicaceae, wäre danach also mit der weißen Nieswurz(auch Lauswurz, weißer Germer, Veratrum album) nahe verwandt.
Neuere Taxonomen ordnen sie in die Germergewächseein.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Beschreibung
- 2 Vorkommen
- 3 Giftigkeit
- 4 Heilanwendung
- 5 Sonstiges
- 6 Siehe auch
- 7 Literatur
- 8 Weblinks
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Beschreibung
Das Kraut hat einen zwiebelartigen Wurzelstock, grasartig schmale
aufrechte Blätter und gelbliche Blüten, die in einer Traube auf einem Schaft stehen.
Vorkommen
Der Sabadill kommt vor allem in Mittelamerika (Mexikound Venezuela) vor, wo er wild wächst und auch angebaut wird.
Giftigkeit
Die Pflanze ist giftig. Sie enthält in allen Teilen, besonders jedoch im Wurzelstock und Samen, wie die weiße Nieswurz giftige Alkaloidewie Veratrinsowie noch ein anderes Alkaloid, das Sabadillin.
Heilanwendung
Die Samen der Pflanze sind ein seit Alters bekanntes Heilmittel (Droge): S. Sabadillsameil (auch Läusesamen, Sabadillessig, Semen Sabadillae, Fructus Sabadillae), dieses wird aus den von Venezuelaund Mexikokommenden, etwa 1
cm langen bräunlichen, zu dreien zusammenhängenden Balgkapseln gewonnen, welche schon häufig aufgesprungen sind und die zahlreichen kleinen Samenkörner ausgeschüttet haben. Letztere (und nur sie kommen zur Verwendung) sind glänzend schwarzbraun, länglich, kantig, am oberen Ende verschmälert, geruchlos; sie haben unter der Samenschale einen weißlichen harten Kern, welcher brennend scharf und bitter
schmeckt, drastisch purgierend und giftig wirkt. Die Samen enthalten 1-5% Steroidalkaloide, die sich wie die meisten Veratrum-Alkaloide von C-nor-homo-Cholestan ableiten.
Außerdem werden sie in der Tierheilkunde, äußerlich, als Pulver und in Salben gegen Ungeziefer verwendet. Die von den Hülsen
befreiten S. (semen sabadillae excorticatum) stellen den Handelsrohstoff dar.
Auch heute noch wird Sabadillessig als alternatives Bekämpfungsmittel und zur Vorbeugung gegen Kopfläuse(Ectoparasiten) verwendet. Ein Handelsprodukt heißt "Sabadill Urtinktur", welches, mit Essig verdünnt angewendet, oft auch mit Essig nachgespült, eine effektive Wirkung haben soll.
Sonstiges
Eine Entlausung mit Sabadillessig beschreibt Astrid Lindgrenin ihrem Kinderbuch Madita und Pims.
Siehe auch
- Läusekraut
- Liliengewächse
- Germergewächs
Literatur
- Palow: Das große Buch der Heilpflanzen. Bechtermünz, Augsburg 1999. ISBN 3-8289-1839-5
- Wagner: Pharmazeutische Biologie. Wiss. Verl.-Ges., Stuttgart 1999. ISBN 3-8047-1605-9
- Teuscher: Pharmakognosie. Wiss. Verl.-Ges., Stuttgart 2004. ISBN 3-8047-2073-0
- Haffner: Normdosen. Wiss. Verl.-Ges., Stuttgart 1998. ISBN 3-8047-2042-0
Weblinks
- Kopflaus
- Alternative Kopflausbehandlung
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