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| Dieser Artikel befasst sich mit der Erkrankung synovialer Strukturen, für das auch bei Tieren vorkommende Lebersekret siehe Galle
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Unter einer Galle versteht man in der Veterinärmedizin, vor allem in der Pferdemedizin, eine Umfangsvermehrung synovialerStrukturen (Gelenke, Sehnenscheiden, Schleimbeutel), die durch eine entzündlicheVermehrung der Synoviahervorgerufen wird. Während Gallen von Hautschleimbeuteln meist nur ein kosmetisches Problem sind, führen Anschwellungen der übrigen Strukturen auch zu Lahmheiten.
Je nach betroffener Struktur spricht man von
- Gelenkgalle
- Sehnenscheidengalle (Tendovaginitis)
- Schleimbeutelgalle (Bursitis)
Für einige häufiger betroffene Strukturen haben sich spezielle Bezeichnungen eingebürgert:
- Eiergalle: Anschwellung des Schleimbeutels am Fersenbeinhöcker (Bursa subtendinea calcanea)
- Genickbeule: Anschwellung des Schleimbeutels zwischen Nackenbandund Widerrist(Bursa subligamentosa nuchalis cranialis)
- Knieschwamm: Anschwellung des Hautschleimbeutels vorn an der Vorderfußwurzel(Bursa subcutanea precarpalis)
- Kreuzgalle: Anschwellung des Sprunggelenks
- Kurbengalle: Anschwellung der gemeinsamen Sehnenscheide von Musculus flexor digitorum lateralisund Musculus tibialis caudalis
- Liegebeule: Anschwellung des Schleimbeutels unter dem Ansatz des Musculus biceps femorisam Condylus lateralis des Oberschenkelknochens(Bursa subtendinea musculi bicipitis femoris)
- Piephacke: Anschwellung des Hautschleimbeutels am Fersenbein (Bursa subcutanea calcanea)
- Stollbeule: Anschwellung des Hautschleimbeutels am Ellenbogenhöcker(Bursa subcutanea olecranii)
Die Behandlung richtet sich danach, ob eine infektiöse oder nichtinfektiöse Entzündung vorliegt. Sie erfolgt wie bei der Bursitisin der Humanmedizin.
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