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Sialinsäure wird als Begriff für neben der im Menschen vorkommenden N-Acetylneuraminsäure(NeuAc) auch für eine Reihe weiterer Verwandter der N-Acetylneuraminsäure verwendet, wie zum Beispiel für die in Mäusen vorkommende N-Glycoylneuraminsäure.
N-Acetylneuraminsäure ist ein charakteristischer Bestandteil von Aminozuckern, der für Zell-Zell-Interaktionenvon Bedeutung ist. Sialinsäure dient unter anderem dem Schutz der Proteine vor dem Abbau durch Proteasen.
Als natürlicher Baustein kommt sie neben Glykoproteidenauch in Gangliosidenund Glykolipoidenvor und ist dabei v.a. in Drüsensekreten, Zellmembranenund Blutplasma(Neuraminidase) anzutreffen. Ein aktuelles Beispiel für die Bedeutung der Sialinsäure sind die von der Sialinsäure abgeleiteten Neuraminidasehemmer Zanamivir und Oseltamivir, die als Wirkstoffe gegen Influenza eingesetzt werden.
In den Zellwänden von Colibakterienist Sialinsäure ein Baustein des PolysaccharidsColominsäure, einem N-Acetyl-Neuraminsäure-Polymer.
Siehe auch: Siglec- Proteid- Proteinen:sialic acid
fr:acide sialique
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