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Sibirisches

Sibirische Schwertlilie
Bild:Iris sibirica 060603.jpg
Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)
Systematik
Klasse: Einkeimblättrige(Liliopsida)
Unterklasse: Lilienähnliche(Liliidae)
Ordnung: Spargelartige(Asparagales)
Familie: Schwertliliengewächse(Iridaceae)
Gattung: Schwertlilien(Iris)
Art: Sibirische Schwertlilie
Wissenschaftlicher Name
Iris sibirica
L.

Die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), auch Wiesen-Iris, Wiesen-Schwertlilie oder Sibirische Iris genannt, ist eine ausdauernde, mehrjährige Artaus der Familieder Schwertliliengewächse. Die Art steht unter Naturschutz.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Erscheinungsbild
  • 2 Verbreitung und Lebensraum
  • 3 Verwendung als Gartenpflanze
  • 4 Verwendung als Heilpflanze
  • 5 Weblinks

Erscheinungsbild

Die Sibirische Schwertlilie hat grasartige Blätter, die sich im Herbst bronze- oder orangefarben verfärben. Sie erreicht eine Höhe von 40 bis 90 cm, die kräftig violettblauen Blüten mit dem für Schwertlilientypischen Aufbau (die 3 äußeren Kronblätter sind nach außen gebogen, die 3 inneren Kronblätter stehen aufrecht) erscheinen in der Zeit von Mai bis Juni. Aus dem dicken Wurzelstock wachsen die langen spitzen, den Stängel unfassenden Blätter.

Verbreitung und Lebensraum

Heimisch ist die Sibirische Schwertlilie auf feuchten Wiesen von Europa bis Sibirien. Als Standort bevorzugt sie sonnige bis halbschattige Plätze, die kühl und luftfeucht sind. Sie gedeiht am besten auf einem frischen bis feuchten Boden, der nährstoffreich und lehmig ist. Auf Sumpfwiesenbildet diese Sumpfpflanzegelegentlich ausgedehnte Bestände aus. Das dann im Mai und Juni erscheinende blaue Blütenmeer gehört zu den beeindruckendsten Anblicken, die eine Sumpfwiese bieten kann. Die Sibirische Schwertlilie ist jedoch in ihrem Bestand teilweise stark bedroht. Zum einen schränkt das Trockenlegen von Feuchtwiesen ihren Lebensraum ein, zum anderen werden heute Wiesen früher abgemäht als dass die Pflanze ihre Vegetationsperiode durchlaufen hat.

Die Sibirische Schwertlilie wird häufig an neuen Standorten in der freien Natur angesiedelt (sogenannte Ansalbung). Diese Ausbringung ist jedoch als Florenverfälschungzu bewerten und nach §41 des Bundesnaturschutzgesetzesgenehmigungspflichtig.

In Deutschland trug KaiserKarl der Großezur Verbreitung der Schwertlilie bei, deren Anbau er empfahl.

Verwendung als Gartenpflanze

Im Garten kann man die Sibirische Schwertlilie sehr gut zum Verwildern an Teichrändern verwenden, wo sie jedoch regelmäßig im Herbst geteilt werden sollte, da ältere Horste von innen heraus verkahlen. Sie ist außerdem nicht sehr durchsetzungsfähig gegenüber starken Gräsern.

Mittlerweile sind eine Reihe von Sorten aus der Sibirischen Schwertlilie gezüchtet worden, die sich in ihrer Färbung, Wuchshöhe und Blütengröße von der robusten Art unterscheiden. Naturbewusste Gärtner sollten allerdings der Art den Vorzug geben.

Verwendung als Heilpflanze

Der Wurzelstock (auch Veilchenwurzel genannt) enthält ua. Stärke, ätherisches Öl, Gerbstoff und das sogenannte, nach Veilchenduftende Iridin, welches harntreibend wirkt. Der Wurzelstock wird zermahlen oder gepulvert in Hustentees, diversen Pudern und Zahnpulvern verwendet. Bereits im Altertum gab man zahnenden SäuglingenWurzelstücke zum Beißen. Wegen mangelnder Hygieneist diese Verwendung aber aus der Mode gekommen. Im Mittelalter behandelte man mit der Lilie Prellungen jeder Art.

Weblinks

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Commons: {{{2|Iris sibirica}}} ? Bilder, Videos oder Audiodateien
  • Die Giftpflanze Sibirische Schwertlilie
Von "http://de.wikipedia.org/Sibirische_Schwertlilie"



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