| Strukturformel
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| Keine Strukturformel vorhanden
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| Allgemeines
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| Name | Silberchlorid
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| Summenformel | AgCl
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| Andere Namen | Hornsilber
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| Kurzbeschreibung | weißes kristallines Pulver
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| CAS-Nummer | 7783-90-6
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| Sicherheitshinweise
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| R- und S-Sätze | keine
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| Handhabung | -
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| LD50 (Maus, oral) | 10000 mg/kg
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| Physikalische Eigenschaften
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| Aggregatzustand | fest
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| Farbe | weiß, färbt sich unter Lichteinfluss dunkel
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| Dichte | 5,56 g/cm³
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| Molmasse | 143,323 g/mol
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| Schmelzpunkt | 455° C
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| Siedepunkt | 1550° C
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| Weitere Eigenschaften
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| Löslichkeit | 0,0019 g/l Wasser
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| Gut löslich in | konz. Ammoniak, Thiosulfatlösung, Cyanidlösungen
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| Schlecht löslich in | organische Lösungsmittel (z.B. Benzol)
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| Unlöslich in | Wasser
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| Kristall
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| Kristallstruktur | NaCl-Struktur
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| Thermodynamik
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| ?fH0s | -127 kJ/mol
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| S0s | 96 J/(mol · K)
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SI-Einheitenwurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungenbenutzt.
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Silberchlorid (auch: Silber(I)-chlorid), kann zwar als das Silbersalzder ChlorwasserstoffsäureHCl aufgefasst werden, da es schwerlöslich ist, entsteht es jedoch nicht durch Auflösen von Silberin Chlorwasserstoffsäure, sondern bildet sich aus wasserlöslichen Silberverbindungen wie Silbernitratund Chlorid-Ionen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Eigenschaften
- 2 Vorkommen
- 3 Verwendung
- 4 Nachweis
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Eigenschaften
Silberchlorid ist eine farblose, mikrokristalline, lichtempfindliche Substanz mit dem Schmelzpunktvon 455 °C und einem Siedepunktvon 1550 °C. In Wasserund Salpetersäureist Silberchlorid praktisch unlöslich. Sein Löslichkeitsproduktbeträgt 2?10-10 mol2/l2. Es löst sich aber sehr leicht unter Komplexbildung in Ammoniak-, Natriumthiosulfat- und Kaliumcyanidlösungen. Dabei bilden sich [Ag(NH3)2]+, [Ag(S2O3)2]3- und [Ag(CN)2]-. Das Kristallgittervon Silberchlorid (ebenso wie das von SilberfluoridAgF und SilberbromidAgBr, aber nicht Silberiodid AgI) entspricht dem Kochsalzgitter.
(Achtung: Silberchlorid löst sich nicht in Natrium- thiosulfatlösung.)
Vorkommen
Silberchlorid kommt in der Natur als das MineralHornsilbervor.
Verwendung
Im Labor wird die Bestimmung des Silbergehaltes von Proben gewichtsanalytisch (gravimetrisch) oder maßanalytisch (titrimetrisch) wegen der hohen Wasserunlöslichkeit über die Ausfällung von Silberchlorid durchgeführt.
Silberchlorid wird für weniger empfindliche fotografische Filme, Platten und Papiere eingesetzt. Im Normalfall wird jedoch das chemisch ähnliche, aber lichtempfindlichere SilberbromidAgBr verwendet.
Eine für die Elektrochemiesehr wichtige Verwendung von Silberchlorid ist die in Silber-Silberchlorid-Referenzelektroden. Da das Quecksilberzunehmend aus Labor und Technik verbannt wird, werden die früher oft verwendeten Kalomelelektroden ersetzt, meist durch Ag/AgCl-Elektroden, so dass diese wohl am häufigsten benutzt werden.
Die Herstellung einer solchen Elektrode kann durch elektrochemische Oxidationeines Silberdrahtes in Chlorwasserstoffsäureerfolgen: Taucht man beispielsweise zwei Silberdrähte in Salzsäure und legt eine Spannung an (1-2 V, 20-300 s), so wird die Anode(mit dem Pluspol verbunden) mit Silberchlorid bedeckt (Anode: 2 Ag + 2 HCl -> 2 AgCl + 2 H+ + 2 e-, Kathode: 2 H+ + 2e- -> H2, Gesamtreaktion: 2 Ag + 2 HCl -> 2 AgCl + H2). Bei diesem Verfahren ist sichergestellt, dass alles entstehende Silberchlorid in elektrischem Kontakt mit der Elektrode steht.
Nachweis
Silberchlorid löst sich - im Gegensatz zu den Silberhalogeniden AgBr und AgI - in verdünnter Ammoniaklösungunter Bildung eines Komplexes:
AgCl + 2 NH3 -> [H3N-Ag-NH3]+ + Cl- (Diamminsilber-clorid).
Auch mit Cyanid oder Thiocyanat bilden sich analoge lösliche Komplexe, so dass Silberchlorid aufgelöst wird. Silberchlorid ist auch in konzentrierter Salzsäure unter Bildung des Chlorokomplexes [Cl-Ag-Cl]+ zum Teil löslich, weshalb man beim Ausfällen von AgCl keinen Überschuss verwenden sollte.
Aus dem Amminkomplex kann beispielsweise mit Sulfid wieder unlösliches Silbersalz ausgeschieden werden:
2 [Ag(NH3)2]+ + S2- -> Ag2S + 4 NH3.en:Silver chloride
nl:Zilverchloride
sv:Silverklorid
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