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Sirolimus (SRL, Rapamycin; Rapamune®) ist ein aus dem Actinomyceten Streptomyceshygroscopicus gewonnenes makrozyklisches Immunsuppressivummit einem Molekulargewicht von 914.2. Sirolimus und Tacrolimussind miteinander verwandte Substanzen, die aus unterschiedlichen Streptomyces-Arten isoliert wurden, jedoch einen unterschiedlichen Wirkmechanismus haben. Ein Derivatvon Sirolimus ist Everolimus.
Anwendungen
Sirolimus wird nach Nierentransplantationen meist in Kombination mit Ciclosporinund Corticosteroidenzur Verhinderung einer Organabstoßung eingesetzt.
In der Kardiologie werden die anti-proliferativen Effekte des Sirolimus ausgenutzt, um Wiederverengungen (Restenosen) durch eine Hyperplasieder Gefäß-Intimanach Implantation eines Stentsin den Herzkranzgefäßenzu verhindern. Der von der Firma Cordisvertriebene Cypher-Stent ist mit Sirolimus beschichtet, was im Vergleich zum konventionellen Metallstent in mehreren Studienzu signifikantweniger Restenosen führte.
Wirkmechanismus
SRL hat einen anderen Wirkmechanismus als Ciclosporinund Tacrolimus. SRL inhibiert eine Reihe von Cytokin-vermittelten Signal-Transduktionswegen durch Komplexbildung mit dem Protein mTOR (mammalian Target of Rapamycin, etwa ?Ziel des Rapamycin im Säugetier?), einer 282 kDa großen Phosphatidylinositol 3-Kinase. Somit bleibt die nachfolgende Aktivierung und anschliessende Proteinsynthese der S6 Kinase (p70SK6) aus, und die Aktivierung des ribosomalen Proteins S6 unterbleibt. Die Hemmung von mTOR verhindert die Aktivierung der p34cdc2 Kinase und somit die Komplexbildung mit Cyclin E. Dieses hat zur Folge, dass das Voranschreiten der T-Zellen von der G1-Phase in die S-Phase des Zellzyklusses verhindert wird.
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