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Los Solidarios war eine der aus dem illegalen Untergrundoperierenden bewaffneten Gruppen, die in Spanienab 1917 im Rahmen großer sozialer Unruhen entstand. Los Solidaros wurde 1920von den AnarchistenBuenaventura Durruti, Francisco Ascaso, Gregorio Joverund Garcia Oliverin Barcelonagegründet. Sie sahen sich als proletarische Gegenorganisation zu den Pistoleros, einer ebenfalls bewaffneten, politisch rechts orientierten Schlägertruppe, die oft im Interesse von größeren Industrieunternehmen, nach historisch naheliegenden Verdachtsmomenten offenbar auch oft von ihnen beauftragt, gewaltsam gegen streikende Arbeiter vorging.
Die Situation war vergleichbar mit den rechten und linken Schlägertrupps, die sich bis 1933 in Berlin und andernorts bis aufs Blut bekriegten. Los Solidarios war in Form von unabhängigen Zellen organisiert und betrachtete sich als eine Kampfgruppe der Federación Anarquista Ibérica(FAI), dem militanten Arm der anarchosyndikalistischenGewerkschaft CNT, die bis zu ihrem Verbot 1939 mit etwa 2 Millionen Mitgliedern die größte GewerkschaftSpaniens war.
Los Solidarios übte einige gegen die Regierung gerichtete Sprengstoffanschläge und Attentateaus, zu deren prominentesten Todesopfern der damalige katalanische Ministerpräsident Dato und der Kardinal Soldevila von Saragossazählen.
Auch im spanischen Bürgerkriegwar die Gruppe mit ihrer Guerillataktikaktiv im Kampf gegen die Truppen des General Francobeteiligt. Buenaventura Durruti, der prominenteste Vertreter von "Los Solidarios", der bis heute als Volksheldnicht nur der spanischen Anarchistengilt, wurde während dieses Bürgerkriegs 1936unter ungeklärten Umständen erschossen.
Literatur:
- Hans Magnus Enzensberger: ?Der kurze Sommer der Anarchie?, Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 1972
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