|
Der Spannungspneumothorax ist eine besondere Form des Pneumothorax.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursachen
- 2 Symptome
- 3 Therapie
- 4 Siehe auch
|
Ursachen
Entsteht durch ein Trauma eine Verbindung zwischen Außenluft und Pleuraspalt, so kollabiert der betroffene Lungenflügel.
Im Gegensatz zu einem Pneumothorax entweicht die Atemluft bei der Exspiration jedoch nicht wieder aus dem betroffenen Gebiet, sondern verbleibt aufgrund eines Ventilmechanismus im nun extrem geweiteten Pleuraspalt.
Bei der Einatmung gelangt Luft zwischen Lungengewebe und Rippenfell (Pleura visceralis bzw. Pleura parietalis). Bei der Exspiration wird nun nach und nach mehr Luft in den intrathorakalen Raum gepresst, was eine Erhöhung des intrathorakalen Drucks zur Folge hat.
Dies führt zu einer Verdrängung des Mediastinumsund auch des Herzens. Diese Verdrängung des Herzens wiederum führt zu einem behinderten venösen Rückfluss (Abknicken der Vena Cava inferior und superior). Auch wird der ansonsten intakte Lungenflügel komprimiert, was eine Minderversorgung mit Sauerstoffnach sich zieht.
Man unterscheidet zwischen einem offenen (Verbindung durch ein Loch in der Brustwand) und geschlossenem (Verbindung durch Riss in der Lunge) Spannungspneumothorax.
Symptome
Der Patient leidet unter Atemnot (Dyspnoe) und entwickelt eine zunehmende Zyanose. Durch die Verdrängung des Herzens und der venösen Gefäße werden sich als sichtbares Zeichen die Halsvenen anstauen. Durch den verminderten Rückfluss des Blutes wird auch der systolische Blutdruckabfallen.
Therapie
Eine sofortige Druck-Entlastung ist für den Patienten eine lebenswichtige Maßnahme. Diese wird in der Regel mit einem sogenannten Heimlichventil durchgeführt.
Natürlich steht eine sofortige chirurgische Versorgung und Behebung des Defektes ebenso im Mittelpunkt.
Siehe auch
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|