Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Spinales

Der Wirbelkanal (Canalis vertebralis) ist der schützende Kanal innerhalb der Wirbelsäule, in dem das Rückenmarkverläuft. Er läuft vom Hinterhauptsbein(bzw. dem Hinterhauptsloch, Foramen occipitale magnum) durch die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bis zum Kreuzbein. Ventralwird der Kanal abwechselnd durch die Wirbelkörper(Corpora vertebrae) und die Bandscheiben(Disci intervertebrales), dorsaldurch die Wirbelbögen (Arcus vertebrae) begrenzt. Zwischen den jeweiligen Wirbelkörpern gibt es eine Austrittsöffnung aus dem Wirbelkanal für den jeweiligen segmentalen Spinalnerven, das Foramen intervertebrale.

Bänder

Zwischen den Wirbeln gibt es im Bereich des Wirbelkanals zwei Bänder:

  • Ligamentum longitudinale posterius (Mensch) bzw. dorsale (Tiere): an der Vorder- (Mensch) bzw. Unterseite (Tiere) des Wirbelkanals
  • Ligamentum flavum: zwischen den Wirbelbögen benachbarter Wirbel

Strukturen im Wirbelkanal

Das Rückenmark wird, wie alle Teile des Zentralnervensystems, durch die drei Hirnhäuteüberzogen. Zwischen der außen liegenden harten Hirnhaut (Dura mater) und der Innenwand des Wirbelkanals befindet sich ein mit Fett-und Bindegewebeausgefüllter Raum, der Epiduralraum.

Im Epiduralraum liegen die Nervenwurzelnder abgehenden Rückenmarksnerven und das Spinalganglion. Über eine Injektion eines örtlich wirkenden Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum) in diesen Raum kann man diese Nervenwurzeln ausschalten (Periduralanästhesie).

Außerdem liegen in diesem Raum die Blutgefäßezur Versorgung des Rückenmarks. Sie erfolgt über Rückenmarksäste (Rami spinales) der Arteria vertebralis, der Arteriae intercostales posteriores (bei Tieren dorsales) und der Arteriae lumbales. Diese Spinaläste ziehen über das Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) von beiden Seiten in den Wirbelkanal und bilden auf der Vorderseite (bei Tieren Unterseite) des Rückenmarks eine unpaarige, in Längsrichtung verlaufende Arterie, die Arteria spinalis anterior (bei Tieren als Arteria spinalis ventralis bezeichnet). Sie kann als Längsanastomoseder segmentalen Rückenmarksäste angesehen werden, verbindet also alle Zuflüsse in Längsrichtung untereinander.

Die entsprechenden Venenbilden auf der Vorderseite (Tiere Unterseite) des Rückenmarks ein dichtes Netzwerk (Plexus) von Gefäßen, den Plexus vertebralis internus ventralis. Dieses Gefäßgeflecht ist bei chirurgischen Eingriffen nahe des Wirbelkanals besonders verletzungsgefährdet. Blutungen aus diesem Plexus lassen sich oft nicht völlig stillen, was später zu Narben führt (Arachnoiditis adhaesiva). Zusammen mit dem periduralen Fettgewebe bildet der venöse Plexus eine Polsterung für das Rückenmark.

Verletzungen

Eine Verletzung der Integrität des Wirbelkanals und somit des Rückenmarks, vor allem durch einen Wirbelbruchoder einen Bandscheibenvorfall, hat oft schwerwiegende Folgen, es kann eine Querschnittlähmungauftreten.en:spinal canal

Von "http://de.wikipedia.org/Wirbelkanal"



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.