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Siamesischer Kampffisch
Bild:Kampffisch.jpg
Siamesischer Kampffisch Männchen (Betta splendens)
Bild:Kampffisch weibchen.jpg
Siamesischer Kampffisch Weibchen (Betta splendens)
Systematik
Ordnung: Barschartige(Perciformes)
Unterordnung: Kletterfische(Anabantoidei)
Familie: Osphronemidae
Unterfamilie Macropodinae
Gattung: Betta
Art: Siamesischer Kampffisch
Wissenschaftlicher Name
Betta splendens
Regan, 1910

Der Siamesische Kampffisch ist in ein in Thailandund Kambodschabeheimateter Labyrinthfisch.

Das erste Auftauchen dieser Fischart wird auf 1892in Frankreichdatiert. Sie wurden aber bereits viele Jahre zuvor von Einheimischen, vor allem wegen der Aggressivität der Männchen untereinander, für Schau- und Wettkämpfe gezüchtet. Bei diesen starb das unterlegene Männchen zumeist an seinen Verletzungen oder an Erschöpfung. Kampffische galten bei den Eimheimischen als Statussymbol und sowohl einfache Bauern, als auch Adelige besaßen eigene Stämme.

Der wilde Kampffisch ist meist rot-braun mit grünglänzenden Schuppenreihen und besitzt fahnenartig vergrößerte After- und Rückenflossen sowie schmale lange Bauchflossen. Das Weibchen ist gelb-braun gefärbt. Gezüchtete Formen gibt es in nahezu jeglicher Farbkombination, von rot über blau, von weiß bis schwarz und unterschiedlichster Flossenform. Kampffische werden ca. 5 bis 7 cm groß und erreichen ein maximales Alter von ca 4 Jahren.

Der siamesische Kampffisch (Betta splendens) gehört zu den Labyrinthfischen, die nicht ausschließlich auf Kiemenatmung angewiesen sind, sondern über das Labyrinthorgan atmosphärischen Sauerstoff atmen können. Das ermöglicht diesen Fischen, auch in relativ warmem und dadurch sauerstoffarmem Wasser zu überleben. Wegen ihrer leuchtenden Farben werden Kampffische häufig als Zierfischein Aquariengehalten. Sie stellen an die Wasserqualität wenige Ansprüche und kommen auch mit recht beengten Platzverhältnissen zurecht. Die Männchen sind außerordentlich aggressiv gegen Männchen der eigenen Art. Sie gehen augenblicklich auf einander los und bekämpfen sich im Aquarium bis zum Tod eines der Tiere, da dort in der Regel keine ausreichenden Fluchtmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Männchen bedrohen sogar ihr eigenes Spiegelbild und greifen es an. Auch kann es vorkommen, dass sie andere - meist bunte und langflossige - Fischarten angreifen, da sie in diesen einen Konkurrenten der eigenen Art erkennen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Aquarienhaltung
  • 2 Futter
  • 3 Paarung
  • 4 Aufzucht von Jungfischen
  • 5 Literatur
  • 6 Weblinks

Aquarienhaltung

Bild:Betta splendens.jpg
Kampffisch im Aquarium

Sollen Kampffische im Gesellschaftsbecken gehalten werden, so ist zu beachten, das bestimmte Fischarten den Schwanz des Männchens anfressen können (Im Fachhandel die Verträglichkeit mit anderen Fischarten nachfragen). Im Gemeinschaftsbecken lassen sich Kampffische gut mit Mamorierten Panzerwelsenhalten, da diese den Bodengrund bewohnen und die Kampffische nicht stören. Dabei muss auch bedacht werden, dass das Becken nicht zu klein ist. Ein 54l Aquarium eignet sich gut um ein Trio (1m/2w) Betta zu halten. Dabei sollte man allerdings beachten, dass es dicht bepflanzt ist und ausreichend Versteckmöglichkeiten (wie z.B. Höhlen, Wurzeln etc) bietet. Sowohl Weibchen als auch Männchen sind territorial und verteidigen ihr Revier gegen andere Fische ihrer Art. Es sollten genügend Schlupfwinkel im Becken vorhanden sein, damit die Weibchen sich vor den Attacken des Männchens schützen können. Die Wassertemperatur sollte im Becken bei 24°C +-2°C liegen. Man sollte darauf achten, den Siamesischen Kampffisch nicht mit aggressiven Beckenbewohnern zu vergessellschaften, da diese den Kampffisch solange belästigen können, bis dieser sich einer Ecke versteckt, und der Aquarianer ihn nur noch sehr selten sieht. Das liegt an der ausgeprochenen Friedfertigkeit der Kampffische gegenüber anderen Fischen.

Futter

Der Kampffisch frisst sowohl Flockenfutter als auch getrocknete, gefrorene oder lebendige Mückenlarvensowie andere Kleinlebewesen im Wasser. Auch mit Artemialassen sich Kampffische gut füttern. Es sollte, zum Wohl der Fische, auf ausgewogene Mahlzeiten Wert gelegt werden. Es ist auch teilweise zu beobachten, dass Kampffische an Welstabletten gehen, wenn man diese ins Wasser wirft. Die Aquariumpflanzen lässt der Kampffisch in Ruhe. Weiterhin gilt es zu beachten, dass Siamesische Kampffische sowohl den eigenen Nachwuchs, als auch den anderer Fische, sofern diese noch klein genug sind, fressen.

Paarung

Bild:Kampffisch mit Schaumnest.jpg
Kampffischmännchen und Schaumnest mit Eiern

Die Paarungsbereitschaft der Kampffische zeigt sich beim Männchen durch den Bau eines Schaumnestes, welches an Pflanzen an der Wasseroberfläche verankert wird. Das Weibchen zeigt die Paarungsbereitschaft durch senkrecht verlaufende Laichstreifen, welche hell hervorstechen. Das Männchen lockt das Weibchen, beim so genannten Führungsschwimmen, unter das Schaumnest. Hier kommt es zunächst zu mehreren Scheinpaarungen, bei dem die Partner sich sexuell synchronisieren. Dies ermöglicht Beiden später eine gleichzeitige Abgabe von Sperma und Eiern. Zum Schluss kommt es zu echten Paarungen. Bei diesen umschlingt das Männchen das auf den Rücken gedrehte Weibchen. Nun werden Eier und Spermien unter Körperzittern abgeben. Hierbei befinden sich beide Partner in der Laichstarre. Die Eier fallen, da sie schwerer als Wasser sind, dem Weibchen auf den Bauch und Afterflosse sowie zum Grund des Gewässers. Das Männchen löst sich kurz vor dem Weibchen aus der Laichstarre und sammelt das Gelege sofort ein, um es sogleich in das Schaumnest zu spucken. Ist die Paarung vollbracht, verjagt das Männchen das Weibchen aus dem Nestbereich. Während einer Laichphase werden gewöhnlich zwischen 50 und 250 Eier abgegeben.

Aufzucht von Jungfischen

Die Jungen schlüpfen nach 24 bis 36 Stunden; je nach Wassertemperatur. Ab diesem Zeitpunkt sollte das Weibchen aus dem Becken genommen werden, da dieses die Jungen unter umständen auffrisst. Nach ca 4 Tagen schwimmen die Jungen bereits frei im Becken. Dann sollte das Männchen aus dem Becken genommen werden, da dieses seine Jungen sonst fressen würde. Am Anfang ernähren sich die Jungfische noch von ihrem Dottersack. Nach ein bis zwei Tagen kann man beginnen, die Jungen mit Kleinlebewesen wie Mikrowürmernoder frisch geschlüpften Artemia Nauplien zu füttern. Nach etwa vier Wochen kann man die Jungen mit Flockenfutter und getrockneten Mückenlarven füttern. Ab ungefähr zwei Monaten nach Schlupf sollte man die Jungfische trennen, damit diese sich nicht gegenseitig bekämpfen und verletzten (Männchen in Einzelhaltung). Weibchen können auch zusammen in einem größeren Becken gehalten werden. Einzelne Fische kann man in Behälter ab 3 Litern setzen. Jedoch ist dies keine tiergerechte Dauerlösung. Man sollte sich schon frühzeitig um Abnehmer der Jungfische kümmern.

Literatur

Massilamoni, Rajiv, Dr. Schmidt, Jürgen. Ihr Hobby - Schleierkampffische. 1998 bede-Verlag. ISBN 3-931-792-76-5

Weblinks

  • Betta Splendens bei Zierfischverzeichnis.de
  • http://bettasplendens.de
  • http://www.aqua-aquaristik.de/kampffisch.htm
  • http://www.kampffischforum.com - Das Forum und Informationsportal für Kampffischfreundeen:Siamese Fighting Fish

es:Pez Betta fr:Combattant he:?? ??? ????? ja:?? nl:Siamese kempvis pl:Bojownik syjamski sv:Siamesisk kampfisk

Von "http://de.wikipedia.org/Siamesischer_Kampffisch"



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