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Splenomegalie

Die Splenomegalie (auch Milztumor) bezeichnet eine akute oder chronische Vergrößerung der Milz(griech.: Splen). Diese kann unterschiedlichste Ursachen haben. Das Gewicht der Milz übersteigt dabei beim Erwachsenen in der Regel 350 g bzw. die Maße überschreiten die Normalwerte (max. Breite 4 cm, Querdurchmesser 7 cm, Länge 11 cm).

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Erkrankungen
  • 2 Diagnostik
  • 3 Therapie
  • 4 Weblinks

Erkrankungen

Erkrankungen, die u.a. eine Splenomegalie verursachen können:

  • hämatologische und lymphatische Grunderkankungen (z.B. Leukosen, Polycythaemia vera, Lymphomeu.a.)
  • Leukämien
  • akute und chronische Infektionen(z.B. EBVoder Malaria)
  • RheumatologischeGrunderkrankungen
  • akuter und chronischer Blutrückstau aus der Pfortader (z.B. portale Hypertonie, Milzvenenthrombose, Rechtsherzinsuffizienz)
  • Speicherkrankheiten(z.B. Morbus Gaucherim Kindesalter (selten))
  • Sarkoidose
  • Amyloidose
  • Milzabszess
  • Hämatom
  • Hämangiom
  • Metastasen
  • Zysten
  • Echinokokkose
  • Sarkom

Diagnostik

Die Splenomegalie läßt sich mit Hilfe einer Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) und in anderen bildgebenden Verfahrensichern (CT, MRT). Die übrige Diagnostik orientiert sich an der vermuteten Grunderkrankung (z.B. Knochenmarkpunktion, Serologie, Blutuntersuchung).

Therapie

Die Therapie richtet sich in der Regel nach der Grunderkrankung. Läßt sich die Grunderkrankung nicht behandeln und/oder es treten Komplikationen der Splenomegalie auf (z.B. Anämie, Thrombozytopenie, Granulozytopenie(sog. Hypersplenismus) u.a.), die sich nicht beherrschen lassen, besteht die Möglichkeit einer chirurgischen Milzentfernung (Splenektomie). Da die Milz jedoch neben der Blutmauserungauch Funktionen der Immunabwehrhat, besteht danach gegenüber Infektionen mit bekapselten Bakterien (v.a. Pneumokokken, Meningokokkenund Haemophilus influenzae) eine Anfälligkeit. Daher sollte soweit möglich vor der Splenektomie gegen diese Erreger geimpftwerden. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen können Infektionen durch die genannten Erreger nach einer Splenektomie einen schweren Verlauf nehmen (overwhelming postsplenectomy infection, auch sog. OPSI).

Weblinks

  • WebPath Splenomegalie (englisch)



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