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Ein Spotter ist eine Person, die sich mit dem gezielten Beobachten von Objekten oder Phänomenen, dem sogenannten Spotting (von englischto spot, ?beobachten?, ?ausmachen?, ?erkennen? bzw. ?orten?, ?lokalisieren?), beschäftigt.
Darüber hinaus werden der Begriff Spotting und die Bezeichnung Spotter in einer Vielzahl anderer Bedeutungen ? vor allem im englischsprachigen Raum ? verwendet, so bei der digitalen Filmbearbeitung, beim Klettern und Gewichtheben. Als Spotter werden in den USAaber auch Detektivebezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Spotting als Hobby
- 1.1 Eisenbahn/Flugzeuge
- 1.2 Vögel
- 2 Spotting als Ehrenamt
- 2.1 Wetterbeobachter bei Skywarn
- 3 Spotting - Verzierung für Metalloberflächen
- 4 Weblinks
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Spotting als Hobby
Eisenbahn/Flugzeuge
Bild:Spotter.jpeg Spotter am Flughafen Zürich
Der so genannte Trainspotter oder Planespotter geht dem Hobby nach, Kennzeichen von Flugzeugen, Eisenbahnen und anderem zu ?sammeln?. Wichtig ist es dabei, diese auch selbst gesehen, eventuell sogar fotografiert zu haben. Es reicht nicht aus, die Kennzeichen von anderen zu kopieren. Folglich reisen Spotter zu großen Flughäfen oder häufig befahrenen Eisenbahnstrecken.
Er benutzt als Hilfsmittel vor Ort in der Regel Fernglas, Notizblock/PDAund Fotoapparat. Bei der häuslichen Nachbereitung werden die gemachten Beobachtungen und Fotos dann mit Datensammlungen (wie Produktionslisten und Fahrplänen) abgeglichen und in Datenbankenorganisiert und archiviert. Heuten dienen häufig spezielle Internet-Forenund Community-Websitesals Medium zum Austausch mit anderen Spottern und zur Veröffentlichung der eigenen Fotos und Beobachtung.
Durch den Roman Trainspotting ? Neue Helden und dessen Verfilmungist die Bezeichnung Mitte der 1990erin Deutschland bekannter geworden, auch wenn sich die Eisenbahn-Spotter hierzulande selbst eher als Fuzzies bezeichnen und ihre Tätigkeit fuzzen nennen.
Vögel
Insbesondere in Großbritannien werden Vogelbeobachter (Bird-Watcher) zugleich auch als Spotter bezeichnet, die eine möglichst große Anzahl verschiedenartiger Vogelarten in der freien Natur mit Kamera, Fernglasoder Spektivbeobachten wollen. Wird zusätzlich eine Digitalkamera zur Dokumentation verwandt, nennt sich dies Digiscoping. Zur Beobachtung seltener Arten werden dabei von den Spottern auch lange Anreisewege in Kauf genommen. Viele Birdwatcher engagieren sich im Vogelschutz und sind Mitglieder in der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und/ oder im British Trust for Ornithology (BTO). Besonders enthusiastische Spotter werden als Twitcher bezeichnet, die auf ihrer persönlichen Beobachtungsliste jede neue beobachtete Art ?ticken?. UK-Rekordhalter ist Ron Johns, der bisher 563 verschiedene Vogelspezies in UK gesichtet hat.
Spotting als Ehrenamt
Wetterbeobachter bei Skywarn
Spotter nennt man in der Wetterbeobachtungeine Person, die sich mit dem Aufspüren, Verfolgen und Melden von Extremwetterlagenbeschäftigt.
Für präzise Warnungen vor Extremwetterereignissen reichen normale Beobachtungen des Wetters (durch Wetter-/Niederschlagsradar, Blitzortung, Satellitenbilder, Wetterstationen, usw.) nicht aus. Man kann aus diesen Daten bisweilen nur relativ grob die jeweilige Situation abschätzen. Daher sind Augenbeobachtungen, in einem Netzwerk ähnlich dem der Wetterstationen, eines der wichtigsten Instrumente bei Skywarn. Dazu gibt es in jedem einzelnen Bundesland ein Beobachtungsnetzwerk.
Genau diese Ausgenbeobachtungen macht ein Spotter (bei Skywarn auch ?Stormspotter? genannt). Er hat stets ein Auge auf das Wettergeschehen rund um seinen Standort und/oder in seiner Region. Er steht bei potentiell zu extremen Erscheinungen neigenden Wetterlagen in Kontakt mit den Koordinatoren in den jeweiligen Bundesländern.
Bei Auftreten einer extremen Wettererscheinung meldet er dies unter
Berücksichtigung bestimmter Meldekriterien entweder dem jeweiligen Koordinator in seinem Bundesland, oder direkt zentral an Skywarn. Die Meldungen werden dabei telefonisch abgesetzt. Die Koordinatoren geben dann nach Überprüfung auf Stichhaltigkeit diese Meldungen zentral an Skywarn weiter. Auch bei einem gesichteten Schaden durch Extremwetter hat dies der jeweilige Spotter an seinen zuständigen Koordinator zu melden, wobei er die Ursache nicht direkt beobachtet haben muss. Gegebenenfalls sollte der Schaden auch von dem Spotter per Fotos usw. dokumentiert werden.
Wenn ein Spotter direkt an Skywarn melden will, muss man als Spotter
zertifiziert sein, da diese Meldungen direkt an die mit Skywarn kooperierenden Partner weitergereicht werden, welche dann diese Meldungen in ihr jeweiliges Warnsystem mit einbeziehen. So sollen Warnungen vor extremen Wetterereignissen in Zukunft auf Landkreisebeneund fast in Echtzeitmöglich sein. Diese mit Skywarn kooperierenden Partner sind staatliche Wetterämter, Wetterunternehmen, Medienanstalten(Rundfunk, Fernsehen) sowie auch Katastrophenschutzeinrichtungen.
Die Zertifizierungen dienen dazu, den kooperierenden Partnern von Skywarn die Gewissheit zu geben, dass die jeweiligen Spotter die entsprechenden Kenntnisse über Vorgänge und Ursachen von Extremwetter und über das Meldeverfahren besitzen. Dazu werden in regelmäßigen Abständen Schulungen und Kurse mit abschließenden Prüfungen durchgeführt. Die Inhalte sind meteorologischeGrundlagen, Grundlagen der Gewitterkundesowie auch das Meldeverfahren. Danach erhält ein Spotter ein Zertifikatund eine ?Spotter ID?. Dieses Verfahren soll die kooperierenden Partner von Skywarn vor Falschmeldungen schützen.
Die Tätigkeit als Spotter bei Skywarn ist zur Zeit noch ehrenamtlichund an keine festen Arbeitszeiten gebunden. Es sollte lediglich das Interesse an dieser interessanten Tätigkeit, an der Meteorologie und ausreichend Zeit vorhanden sein, um das Wetter um sich herum bei entsprechenden Wetterlagen im Auge zu behalten. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre.
Einen Stormspotter ist nicht mit einem Stormchaserzu verwechseln. Er tut zwar fast das gleiche, aber ein Stormchaser folgt dem Extremwetter und ist selten lange an einem Ort. Ein Spotter beobachtet meist das Geschehen von einem festen Standpunkt aus. Man kann die Tätigkeit aber auch kombinieren, dann ist aber darauf zu achten, dass man genau weiß, wo man sich befindet um auch eine eventuelle Meldung präzise abzusetzen.
Spotter sind der wichtigste Bestandteil von Skywarn. Damit Skywarn möglichst wenige schadensbringende und lebensbedrohliche Wetterereignisse entgehen ist ein dichtes Spotternetzwerk nötig. Ohne diese Beobachter kann Skywarn das selbst gesteckte Ziel nicht erreichen: die Warnung der Bevölkerung vor der Bedrohung von Leben und Sachwerten durch die Unbilden des Wetters.
Spotting - Verzierung für Metalloberflächen
Bild:Spotting.jpg Spotting auf einem Uhrdeckel
Als Spotting bezeichnet man einen Zierschliff auf Oberflächen in der Schmuck- und Uhrenbranche. Dies sind meist kleine Kreise, die leicht versetzt nebeneinander auf die Oberfläche geschliffen werden. Sie werden auch als Rebhuhnaugen bezeichnet. Der Begriff kommt aus dem Englischen. Spot: Fleck, Tupfen, sprenkeln.
Anwendung z. B. auf Taschenuhrdeckeln und Uhrwerksteilen wie Platinen und Brücken. Diese Oberflächenverfeinerung ist in der Uhrenbranche auch als Genfer Schliff bekannt.
Weblinks
- ?Interview: Plane-Spotter? bei Planet Wissen (ARD)
- Skywarn - das beobachtergestützte Unwetterwarnsystem (Einführungstext von Skywarn Deutschland e.V.)en:Spotter
nl:Spotter
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