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Stenosis

Eine Stenose ist eine Verengung von Gefäßen, im engeren Sinne häufig auf Blutgefäßebeschränkt. Sie kommen aber beispielsweise auch im Darmlumen, an Harnleiternoder in den Gallengängenvor.

Bei der Koronaren Herzkrankheit(KHK) macht sich eine Stenose oft durch pectanginöseBeschwerden bemerkbar. Eine Stenose ist oft die Vorstufe eines Verschlusses, die dann zum akuten Herzinfarktführt.

Als Aortenstenosewird die angeborene oder erworbene Verengung der Aortenklappe, bzw. des Ausflusstraktes der linken Herzkammer verstanden. Auch an anderen Herzklappen treten Stenosen auf, vor allem im Bereich der Pulmonalklappe, seltener sind die Atrioventrikularklappen (Mitralklappeund Trikuspidalklappe) betroffen. Charakteristisch für Stenosen ist bei der Auskultationein abgesetztes, an- und abschwellendes Herzgeräusch (Crescendo-Decrescendo-Typ).

Tritt in Folge einer die Stenose ganz verschließenden Plaquerupturein Herzinfarkt auf, wird primär durch einen Herzkathetereingriffversucht, das Infarktgefäß wieder zu eröffnen. Ist kein Herzkatheterlabor in der Nähe, wird zunächst medikamentös behandelt. Das Verfahren heißt systemische Thrombolyse. Zeigt sie keine Wirkung, so wird im zweiten Schritt der Patient notfallmäßig verlegt und dann durch Herzkatheter die Methode der Ballonerweiterung (PTCA) und, siehe auch dort, Stenteinlageangewandt. Hierbei wird das Gerinnsel mechanisch durch einen aufblasbaren Ballon komprimiert. Problematisch dabei ist, dass die Gefäßwände beschädigt werden können. Die beschädigten Stellen bieten einen Ansatzpunkt für neue Blutgerinnsel und entzündliche Veränderungen der Gefäßwand und es kann zur Wiederverengung kommen, die der eingelegte Stent verhüten soll. Um dieser vorzubeugen, wird in bestimmten Fällen die Brachytherapieeingesetzt, ein strahlenmedizinisches Verfahren. Hierzu wird in das Blutgefäß eine radioaktive Quelle eingebracht.




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