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Der Stimmwechsel ist die Phase in der Entwicklung des heranwachsenden Menschen, in welcher sich bei beiden Geschlechterndie Stimmemerklich verändert und vervollkommnet (Mutation, Stimmbruch). Während des Stimmwechsels wächst (wie der übrige Körper) auch der Kehlkopf, die Stimmbänderwerden länger, die Stimme wird tiefer.
Mädchen "mutieren" vom zwölften bis zum 16. Lebensjahr, Jungen vom 13. bis zum 18 (Abweichungen abhängig vom Verlauf der Pubertät). Der Unterschied zwischen Mannes- und Knabenstimme beträgt gewöhnlich eine Oktave(Verhältnis 2 zu 1). Auch die Frauenstimme kann gegenüber der Mädchenstimme bis zu einer kleinen Terztiefer klingen (Verhältnis bis 1,2 zu 1).
Die Veränderungen stehen mit der Entwicklung der Genitalienin innigem Zusammenhang. Werden einem Knaben vor Beginn des Stimmwechsels die Hoden entfernt, so findet kein Stimmwechsel statt, er wird zum Kastraten.
Verbreitet ist die Sorge, ein Knabe dürfe während der ganzen Dauer seines Stimmwechsels nicht singen, sonst verdürbe er sich die Stimme für alle Zukunft. Diese Ansicht ist durch methodische Forschung bisher weder bestätigt noch widerlegt. Erfahrungen zeigen eher, dass ein Knabe, der vor und während seines Stimmbruches seine Stimme durch regelmäßiges Singen trainiert in dem Sinne keinen Stimmbruch hat. Die Stimmveränderung ist dann eher ein schleichender Prozess.
Literatur
- Rudolf Schilling. "Über Stimmwechselgeschichten" mit Literaturhinweisen. Folia Phoniatrica NEW YORK / BASEL Separatum Vol. I, Fasc. 2 (1948) pag. 70 - 96.
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