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Stomatozytose

Ruderfußkrebse
Bild:Mantis shrimp.jpg
Lysiosquilla maculata
Systematik
Überstamm: Urmünder(Protostomia)
Überstamm: Häutungstiere(Ecdysozoa)
Stamm: Gliederfüßer(Arthropoda)
Unterstamm: Krebstiere(Crustacea)
Klasse: Höhere Krebse(Malacostraca)
Unterklasse: Fangschreckenkrebse
Wissenschaftlicher Name
Stomatopoda

Fangschreckenkrebse (Stomatopoda) sind eine Unterklasseder Höheren Krebse(Malacostraca) und gehören zu den Krebstieren(Crustacea).

Bis heute wurden ungefähr 400 Artenweltweit beschrieben. Ihren Namen verdanken Sie ihren Fangwerkzeugen, die äußerlich denen von Gottesanbeterinnenähneln.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Merkmale
  • 2 Lebensweise
  • 3 Verwendung
  • 4 Weblinks

Merkmale

Einige Arten werden bis zu 30 cm, wobei die meisten viel kleiner sind. Der Carapaxbedeckt bei Fangschreckenkrebsen nur den hinteren Teil des Kopfes und die ersten 3 Segmente des Thorax. Es handelt sich hauptsächlich um aggressive Einzelgänger, die die meiste Zeit ihres Lebens versteckt zwischen Felsen und Steinen oder in komplizierten Gangsystemen im Sand des Meeresbodens verbringen, wo sie geduldig auf Beute warten. Sie verlassen ihre Behausung normalerweise nur zur Nahrungssuche, oder um in ein neues Versteck umzusiedeln, und sind meist nachtaktiv. Der Großteil der Arten lebt in tropischenund subtropischenMeeren, zum Beispiel vor Floridaund Kalifornien, oder um Thailand, aber es gibt auch Arten in kälteren Gebieten.

Fangschreckenkrebse kommen in einer Vielzahl von Farben vor, von unauffälligen Braun bis zu leuchtenden Neonfarben. Ihre auf Stielen sitzenden Komplexaugensind extrem hoch entwickelt und können sich unabhängig voneinander bewegen.

Desweiteren sind die Tiere anscheinend hochintelligent, speziell für einen Vertreter der Crustacea. Sie sind langlebig und verfügen über ein komplexes Verhaltensrepertoir, so benutzen zum Beispiel einige Arten fluoriszierende Muster auf ihrem Körper dazu, mit anderen Individuuen zu kommunizieren. Außerdem haben sie ein hochentwickeltes Sozialverhalten, besonders bei Territorialkämpfen. Sie lernen schnell und verfügen über ein gutes Erinnerungsvermögen.

Es wird nach "Schmetteren" und "Speerern" unterschieden. Am lang gestreckten Körper bildet das erste Beinpaar ein mit Bürsten besetztes Putzorgan. Die zweiten Maxillipeden sind gewaltige Keulen, denen die "Schmetterer" ihren Namen verdanken. Die unter dem Körper zusammengefalteten Fangarme haben am Ende harte Verdickungen, mit denen der Krebs seine Opfer erschlagen kann.

Indem sie Teile des Exoskeletts verhaken, spannen die starken Muskeln an und lassen die Fangarme in einer explosionsartigen Bewegung vorschnellen. Der Bunte Fangschreckenkrebs entwickelt dabei eine Beschleunigung von 100 km / s² und schleudert seine Fangarme dabei 100-mal schneller nach vorne als die Boxhiebe eines Schwergewichtlers - und das im Wasser! Dabei werden rund 470 Kilowatt pro kg erzeugt, gut 70-mal soviel Energie, wie in einem Formel 1 - Bolliden steckt. Wenn die Fangarme in knapp 3 Millisekunden durchs Wasser sausen, bilden sie winzig Gasbläschen, die dann jäh implodieren und so das Opfer betäuben. Dieser Effekt ist als Kavitationbekannt. Der Aufprall ist heftig genug um die Schalen oder Panzer von Meerestieren zu zertrümmern und sogar dünnes Glas zerschmettern; wovon Experten aus dem Aquariumsbereich öfter berichten.

Die drei folgenden Beine dienen als Fangarme. Sie sind mit Stacheln und Scheren bestückt und können die Beute festhalten oder aufspießen und zum Mund führen. Des Weiteren gibt es noch 3 Paar Schreitbeine (Thorakopoden) und 5 Paar Schwimmbeine, die auffallend blattförmigen Pleopoden.

Lebensweise

Die Tiere leben territorial. Die Tiere kommunizieren mit ihren wimpelartigen Fortsätzen am Kopf, was offensichtlich bei Revierstreitigkeiten gegenseitige Tötungen verhindert. Sie scheinen relativ intelligent zu sein, denn man kann ihnen kleine Kunststücke beibringen und erkennen ihren Pfleger (auch nach Jahren noch) am Gesicht wieder.

Alle Stomatopoden sind getrenntgeschlechtlich. Die Weibchen betreiben eine sehr intensive Brutpflege, indem sie bis zu 50.000 Eier verkitten und bis 10 Wochen mit sich herumtragen. Sie müssen in dieser Zeit die Nahrungsaufnahme einstellen. Manche Arten sind monogam, andere wiederum verlassen sich nach der Paarung oder suchen sich einen weiteren Partner. Aus den Eiern schlüpfen fast durchsichtige Larven mit weitgehend ausgebildeten Gliedmaßen, die die ersten 3 Monate im pelagischenZustand verbringen. Sie können sich in ihrer Lebenspanne bis zu 30 mal fortpflanzen.

Verwendung

In der japanischen Küche bezeichnet man Fangschreckenkrebse als "Shako".

In der chinesischen Küche sind die Tiere ebenfalls sehr beliebt und als "Pisskrebs" bekannt, da sie beim Kochvorgang meist urinieren. Deshalb spießt man sie normalerweise vor dem Kochen auf, um sie schon vor dem Kochen dazu zu bringen. Das gekochte Fleisch schmeckt ähnlich dem eines Hummers.

Weblinks

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Commons: {{{2|Category:Stomatopoda}}} ? Bilder, Videos oder Audiodateien
en:Mantis shrimp

fr:Crevette-mante ja:??? lt:Burnakojai

Von "http://de.wikipedia.org/Fangschreckenkrebse"



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