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Der Begriff prämenstruelles Syndrom (PMS) bezeichnet ein Syndrom von Symptomen, die bei Frauen einige Tage vor Eintreten der Regelblutungauftreten kann. Etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter ist mehr oder weniger vom PMS betroffen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Symptome
- 2 Ursachen
- 3 Therapie
- 4 Siehe auch
- 5 Literatur
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Symptome
Etwa 2/3 aller Frauen gleich welchen sozialen Hintergrundes und gleich welcher Erfahrungen im vorangegangenen Leben leiden unter u. a. Symptome. Dabei variiert der Grad der Schwere. Ein Viertel der betroffenen Frauen klagen über ernste Symptome und gar 3-8 % dieser Frauen leiden unter einer besonders starken Form des PMS dann auch als Prämenstruelle dysphorische Störungbekannt. Erstere leiden unter einer regelmäßigen Befindlichkeitsstörung letztere sind in ihrem Arbeits- und sonstigen sozialen Kontakten erheblich behindert. Die noch stärkere Form des PMS auch als Prämenstruelle dysphorische Störungbekann, ist seit 2000 auch als Erkrankung anerkannt.
- Körperlich Symptome
- Wasseransammlungen im Körper
- Hautveränderungen
- Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfungssymptome
- Übelkeit
- Magen Darm Beschwerden
- Krämpfe im Unterleib
- Kopf-und Rückenschmerzen
- Heißhunger oder Appetitlosigkeit
- Schmerzhaftes Ziehen in den Brüsten / extreme Empfindlichkeit gegenüber Berührung - die so genannte Mastodynie
- erhöhte Sensibilität auf Reize (Licht, Berührung, Lärm, Geruch, Zeit- und arbeitsdruck)
- Migräne
- Ohnmacht
Der Zusammenhang zwischen seelischem Befinden, insbesondere aber bestimmten Störungen und dem Menstruationszyklus ist lang bekannt. Hippokrates erklärte vor rund 2.500 Jahren die Stimmungsschwankungen in Abhängigkeit von der Monatsblutung als Folge eines "verhinderten Abflusses des Menstruationsblutes". Beginn des 18. Jahrhunderts wurden menstruationsabhängige seelische Erkrankungen wissenschaftlich exakter erforscht. Im 19. Jahrhundert gingen die Psychiater sogar davon aus, dass rund 10 % aller seelischen Störungen aufgrund organischer Veränderungen (z. B. Herz-Kreislauf, Magen-Darm, Störungen der Gehirnfunktion) bei Frauen mit ihrer Monatsblutung in Verbindung stehen.
Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erkannte man schließlich den engen Zusammenhang zwischen bestimmten seelischen Symptomen und Veränderungen im sogenannten ovariellen Hormonhaushalt (die Eierstöcke erzeugen beispielsweise die Östrogene, die weiblichen Geschlechtshormone). Im Verlaufe dieser Forschung fand man schließlich heraus, dass depressive und ängstliche Verstimmungen hauptsächlich in der lutealen Phase auftreten, während sich psychisches Wohlbefinden häufiger in der Follikelphasedes Menstruationszyklus beobachten lässt.
- Stimmungsschwankungen (Gemütslabilität)
- Antriebslosigkeit
- Hyperaktivität,
- Depressionen
- oder "manische" Phasen,
- Angstzuständen,
- Reizbarkeit,
- Aggressivität
Ursachen
Durch ein Ungleichgewicht von Östrogenund Gestagenin der zweiten Zyklushälfte wird mehr Wasser im Gewebe eingelagert, was die schmerzhaften Schwellungen an Brüsten (Mastodynie), Händen und Füßen auslöst. Die Stimmungsschwankungen sind dabei nicht alleinige Folge der leichten bis starken Schmerzen, so dass in der Psychiatrieauch von einer Lutealphasen-Dysphorie (englisch: late luteal phase dysphoric disorder) gesprochen wird. Wie schon erwähnt-der zweiten Hälfte des Zyklos fällt dieser Hormonwert ab und damit einghergehend steigt die Neigung zum PMS oder gar PDS.
Sicherlich trägt eine entsprechende Lebensweise zur Vertsärkung der Neigung bei. Seelische Ursachen können aber durch weitreichende Forschungen immer mehr ausgeschlossen werden. Sicherlich spielt Komorbidität mit seelischen Erkrankungen eine Rolle, sie sind aber nachgewiesener Weise nicht die Ursache des PMS oder PDS.
Bestimmte Lebensweisen können die beschwerden des PMS oder PDS allerdings positiv oder negativ beeinflussen.
Therapie
Körperliche Durch Sport und Bewegung wird das im Körper gelagerte Wasser schneller abtransportiert. Vor allem entspannende Sportarten an der Sonne und frischen Luft wirken den möglichen depressiven Zuständen entgegen: Spaziergänge, Radfahren, Joggen oder Schwimmen. Auch Entspannungsübungen (autogenes Training, Massagen, Bäder,...) können das prämenstruelle Syndrom abschwächen.
Körperliche Symptome können vor allem z.B. durch eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung, Aufenthalt an der frischen Luft, und durch die Gabe von Mönchspfeffer(bei vielen Frauenärztinnen sehr beliebt)behoben werden. Die Wirkung des Mönchpfefers ist durch eine in zwei klinischen doppelblinden, Placebo-Kontrollierten Studien nachgewiesen werden. Siehe auch im Internet Agnus castus nimmt den Druck von der Brust (Prof. Dr. med. Wuttke).
Seelische Symptome können schon durch oben angegebene Therapien behoben werden. In Fällen wo der Verlauf auf der psychischen Ebene besonders stark ist, haben sich außer der supportiven Psychotherapie Entspannungstechniken wie z. B. Autogenes Training, die Achtsamkeitsmeditation und auch die Technik des Voice Dialogoder Big Mindals positiv erwiesen. Vor allem das Erlernen eines positiven Umgangs mit den Symptomen, hilft den Frauen, diese Belastung besser zu ertragen. Außerdem sollte der Schlaf ? Wach - rhythmus beachtet werden und in schweren Fällen die Schichtarbeit ausgeschlossen werden.
Medikamentöse Behandlungsweisen:
Als bekanntestes phytotherapeutisches Mittel ohne nennenswerte Nebenwirkungen ist der Mönchpfeffer Agnus Castus erfolgreich eingesetzt worden.
In einigen Fällen erweisen sich auch selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmerals hilfreich - Beispiele, Sertralin, Citalopram Paroxetin, Fluoxetin und Fluvoxamin. Ihr Wirkungseffekt erstreckt sich sowohl auf seelische als auch körperliche Symptome, und zwar im Wesentlichen für alle Substanzen gleich. Meist werden sie dann eingesetzt wenn alles andere nicht mehr hilft. Dabei gibt es verschiedenste Formen der Anwendung. Einige verordnen das Medikament in der zweiten Zyklusphase zu nehmen, andere als Dauermedikation von bis zu einem Jahr und einem Wiedereinsetzen bei erneuten Beschwerden. Die Dosis liegt weit unter dem üblichen Wert für die Behandlung von Depressionen. Leider bleibt bei selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern auch "unterdosiert" nichts ohne Nebenwirkungen. Die unangenehmsten Nebenwirkungen sind u. a. Mundtrockenheit, Müdigkeit, Libidoverlust bis hin zur Orgasmusunfähigkeit. Es bleibt also, die Beschwerden mit den Nebenwirkungen abzuwägen.
Aussichten: Fast alle Frauen sind nach der Menopause von diesen Beschwerden wieder befreit.
Siehe auch
- Menstruationsbeschwerden
- Zyklusstörung
- Mönchspfeffer
- Agnus Castus
Literatur
- M. Harrison: Das prämenstruelle Syndrom. München, 1985, ISBN 3-881-04150-8
- Prof. Dr. med. Volker Faust http://www.psychosoziale-gesundheit.net
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