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Bild:Sulpirid.png
Inhaltsverzeichnis
- 1 Eigenschaften
- 2 Wirkprofil
- 3 Indikationen
- 4 Unerwünschte Wirkungen
- 5 Darreichungsformen, Dosierung
- 6 Siehe auch
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Eigenschaften
Sulpirid ist ein Arzneistoff, der vor allem in der Psychiatrieeingesetzt wird. Es zählt zu den atypischenNeuroleptika, hat allerdings auch eine gewisse antidepressiveWirkung. Von der chemischen Strukturher handelt es sich um ein substituiertesBenzamid.
Wirkprofil
Sulpirid hat im Gehirneine starke Affinitätzu den D2- und D3-Rezeptoren. Andere Neurotransmittersystemewerden kaum beeinflusst.
Die antipsychotischeWirkung setzt erst ab Dosenüber 600 mg/Tag ein. Grund dafür ist vermutlich die geringe Schrankengängigkeit von Sulpirid, welche den eigentlich hochpotenten Stoff erst bei höheren Dosen als Neuroleptikumwirken lässt. Die höhere Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schrankeim Bereich des tubero-infundibulären Systemsführt dazu, dass schon relativ geringe Dosen Sulpirid eine erhöhte Prolaktin-Ausschüttung bewirken können.
Bei niedrigeren Dosen (unter 400-600 mg pro Tag) wirkt Sulpirid stimmungsaufhellend und aktivierend.
Indikationen
Sulpirid ist in einer Dosierung von 50-150 mg zur Behandlung von Depressionenzugelassen, wenn andere Antidepressivaversagt haben oder nicht angewendet werden konnten. In höherer Dosis kann es zur Behandlung von Schizophrenienverwendet werden.
Zubereitungen à 50 mg Sulpirid sind außerdem zur Therapievon Schwindelzuständen(Morbus Menière) zugelassen.
Unerwünschte Wirkungen
Die wichtigste Nebenwirkungvon Sulpirid ist die Erhöhung der Prolaktin-Ausschüttung, die bei Frauen z.B. zu Zyklusstörungen, bei Männern zu Verweiblichung und Gynäkomastieführen kann. Die aktivierende Wirkung von Sulpirid kann mitunter als sehr störend empfunden werden und Schlafstörungen verursachen.
Besonders in hohen Dosen kann Sulpirid extrapyramidal-motorische Störungen (medikamenten-induziertesParkinson-Syndrom) verursachen.
Darreichungsformen, Dosierung
Sulpirid (Original-Handelspräparat DOGMATIL, u.a.) liegt in verschiedensten Darreichungsformen zur oralenEinnahme (Tabletten, Kapseln, Saft, etc.) sowie als Injektionslösungvor.
Die Tagesdosisrichtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsgebiet (siehe Indikationen); sie sollte bei stationärer Behandlung 1200 mg (im Ausnahmefall 1600 mg) pro Tag nicht überschreiten.
Wegen der aktivierenden Wirkung sollte Sulpirid morgens eingenommen werden, bzw. die letzte Einzeldosis sollte spätestens bis 16:00 Uhr gegeben werden. Die Dosierung soll ? speziell bei höherer Zieldosis ? ein- bzw. ausschleichend geändert werden.
Siehe auch
- Amisulpridist eine Analogsubstanzvon Sulpirid;
- Remoxiprid(außer Handel) war eine weitere Analogsubstanz.
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