Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Symbiotische

Symbiose (griechischsymbioun = zusammenleben), bezeichnet das Zusammenleben verschiedener Arten. Gegenseitiger Vorteil ist Laut Definition nicht erforderlich.

Bild:Common clownfish.jpg
Clownfisch(Amphiprion ocellaris) und Seeanemone(Heteractis magnifica)

Das beginnt bei Magen- und Darmbakteriender Tiere, die etwa bei den Wiederkäuern unerlässlich für jegliche Nahrungsaufnahme sind, bis hin zu spezialisierten Pflanzen(oft Orchideen), die nur von einer bestimmten Insektenartbestäubt werden können. Solche Beziehungen sind immer dann erfolgreich, wenn sich dadurch die Überlebenschancen beider Partner erhöhen.

Ausgehend von seinen Arbeiten an Flechtenschlug Anton de Bary1878auf der 51. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Kasselvor, den Begriff der "Symbiose" für besonders enge Beziehungen zwischen zwei Artenals Begriff in die Biologieeinzuführen.

Formalisiert kann man die Symbiose als Zusammenwirken zweier Systeme zum beiderseitigen Vorteil betrachten, die jedoch durch ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis einen Teil ihrer Autonomieverloren haben. Die in die Interaktioneingebrachten Produkte oder Handlungen sind für die andere Seite wesentlich und nicht ohne weiteres austauschbar. In dieser verallgemeinerten Bedeutung steht Symbiose ungefähr zwischen Kommunikationund Fusion.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Varianten
  • 2 Weitere Beispiele
  • 3 Symbiose und Evolution
  • 4 Siehe auch
  • 5 Weblinks

Varianten

Insbesondere früher, aber auch heute noch, vor allem im amerikanischen Sprachgebrauch, wird unter Symbiose jede Art von Wechselwirkung verschiedener Arten verstanden, auch Parasitismus.

Bei der im deutschen Sprachgebrauch üblichen Bedeutung kann man Symbiose in drei Arten unterteilen:

  • Protokooperation/Allianz: Die lockerste Beziehung zwischen zweier verschiedenen Arten; beide Arten ziehen einen Vorteil aus der Beziehung, sind aber getrennt voneinander lebensfähig.
  • Mutualismus: Engere Beziehung, zumindest eine Art ist getrennt noch lebensfähig. Seeanemonen leben oft auf dem Schneckenhaus von Einsiedlerkrebsen, wobei der Krebs von den giftigen Nesseln der Seeanemone geschützt wird und die Seeanemone von Nahrungsresten des Krebses profitiert.
  • Eusymbiose (griechisch: "wahre Symbiose"): Bei der Eusymbiose sind die Partner alleine nicht mehr lebensfähig. So kultivieren Blattschneiderameisen in ihrem Bau Pilze, von denen sie sich ernähren, die Pilze wiederum können sich ohne die Ameisen nicht mehr vermehren.

Eine spezielle Form der Symbiose ist die Endosymbiose, wobei einer der Partner im Inneren des anderen lebt. Beispiele dafür sind die Colibakterienim menschlichen Darm oder einzellige Algen, die in Korallenstöcken leben.

Weitere Beispiele

  • Bestäubung von Blütenpflanzen durch Insekten, wobei die Insekten Nektarals Nahrung erhalten.
  • Transport von Pflanzensamen in Früchten durch Tiere, wobei Tiere die Früchte fressen und die Samen an einem anderem Ort wieder ausscheiden.
  • Flechten bestehen aus Algen und Pilzen, wobei die Algen durch Photosynthese Kohlenhydrateproduzieren, die von den Pilzen aufgenommen werden, während die Pilze den Algen Wasser und Nährsalze liefern.
  • Ameisen beschützen Blattläuse, wobei sie im Gegenzug von diesen Zuckerwasser erhalten.
  • Pilze entziehen einem Baum Nährstoffe und versorgen ihn dann mit Mineralien (Mykorrhiza).
  • Dickhäuter (Nilpferd und Elefant usw.) und Vögel, befreien die Tiere von Insekten die Nahrung für die Vögel bieten

Symbiose und Evolution

Bestäubung von Blütenpflanzen durch Insekten, wobei die Insekten Nektar als Nahrung erhalten. Transport von Pflanzensamen in Früchten durch Tiere, wobei Tiere die Früchte fressen und die Samen an einem anderem Ort wieder ausscheiden. Flechten bestehen aus Algen und Pilzen, wobei die Algen durch Photosynthese Kohlenhydrate produzieren, die von den Pilzen aufgenommen werden, während die Pilze den Algen Wasser und Nährsalze liefern. Ameisen beschützen Blattläuse, wobei sie im Gegenzug von diesen Zuckerwasser erhalten. Pilze entziehen einem Baum Nährstoffe und versorgen ihn dann mit Mineralien (Mykorrhiza). Vögel befreien Dickhäuter (Nilpferde, Elefanten usw.) von Insekten, welche Nahrung für die Vögel bedeuten.

Siehe auch

Parasitismus, Kommensalismus, Parabiose, Protokooperation, Biotische Faktoren

Weblinks

  • Symbiose und Fortschrittbe:???????

bg:???????? cs:Symbióza da:Symbiose en:Symbiosis eo:Simbiozo es:Simbiosis fi:Symbioosi fr:Symbiose he:???????? hu:Szimbiózis it:Simbiosi (ecologia) ja:?? lt:Simbioz? lv:Simbioze mk:???????? nl:Symbiose pl:Symbioza pt:Simbiose ru:??????? sv:Symbios zh:??

Von "http://de.wikipedia.org/Symbiose"



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.