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Syndaktylie

Bild:Syndaktilie.jpg
Syndaktilie zwischen 4. und 5. Finger der rechten Hand

In der Humanmedizinbezeichnet Syndaktylie (von griechischsyn = zusammen und daktylos = Finger) eine angeborene anatomische Fehlbildung, die durch eine Verwachsung bzw. Nichttrennung von Finger- oder Zehengliederncharakterisiert ist. Unterschieden werden kutane, ossäre oder totale Syndaktylie.

Die Besonderheit ist angeboren und ensteht im Zeitraum der etwa 5. bis 7. Entwicklungswoche des Embryos. Zum Teil können Syndaktylien bei einem Kind schon vorgeburtlich im Rahmen pränataldiagnostischer Ultraschalluntersuchungen (häufig beim Feinultraschall) festgestellt werden.

Meist entstehen die Verwachsungen bzw. Nichttrennungen zufällig, zum Teil treten Syndaktylien jedoch auch als Symptomvon genetisch bedingten Besonderheiten auf. So ist eine Syndaktylie 3/4 (also von Mittel- und Ringfinger) ein häufiges Merkmal bei Kindern mit Triploidie. Auch beim Aarskog-Syndrom, dem Adams-Oliver-Syndromund dem Fraser-Syndromkommt die Syndraktylie überdurchschnittlich oft vor.

Die einfache Syndaktylie (Finger zusammengewachsen, Fingerknochen aber getrennt angelegt) findet man bei ca. einem von 10.000 neugeborenen Kindern. Üblich ist die operative Korrektur im zweiten Lebenshalbjahr.In den meisten Fällen erfolgt noch vor dem dritten Lebensjahr eine operative Trennung der Gliedmaßen. Die jeweilige Ausprägung sowie die Möglichkeiten der operativen Behandlung einer Syndaktylie variieren u.a. in Abhängigkeit davon, ob die Besonderheit durch eine Verschmelzung von Knochenbzw. Knochenanschnitten (ossäre Syndaktylie) oder durch eine Hautverbindung (ähnlich einer Schwimmhaut, sog. kutane Syndaktylie) entstanden ist.

Siehe auch

Dysmelie, Oligodaktylie, Polydaktylie, Polysyndaktylie, Brachydaktylie

Weblinks

  • Beispiele für eine Syndaktylie der Fingeren:Syndactyly



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