Startseite | Impressum
Lumrix Logo
 
 



[ICD 10 Suche]
[Mehr über den ICD]

 

 

Tanapocken

Rainfarn
Bild:Schmetterling2.JPG
Rainfarn (Tanacetum vulgare)
und Kleiner Perlmutterfalter(Issoria lathonia)
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer(Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche(Asteridae)
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütengewächse(Asteraceae)
Gattung: Tanacetum
Art: Rainfarn
Wissenschaftlicher Name
Tanacetum vulgare
L.

Rainfarn (Tanacetum vulgare) ist eine stark wuchernde mehrjährige krautige Pflanzeaus der Familie der Korbblütler, die vom Weidevieh verschmäht wird, aber eine Fraßpflanze für Raupenaus der Familie der Spanner (Schmetterling)(beispielsweise dem Smaragdspanner) und Eulen ist. Der Rainfarn zählt zu den so genannten Kompasspflanzen, und zwar deshalb, weil sich die Blätter im vollen Sonnenlicht genau senkrecht nach Süden richten.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Beschreibung
  • 2 Verwendung als Duftpflanze
  • 3 Verwendung in der Pflanzenheilkunde
  • 4 Rainfarn als Färbepflanze
  • 5 Rainfarn zur Schädlingsbekämpfung
  • 6 Weblinks

Beschreibung

Sie trägt von Juni bis September leuchtendgelbe, knopfförmige Körbchenblütenstände in Doldenrispen. Insgesamt sehen die Köpfchen wie Gülden Knöpfle oder Westenknöpf aus (so lauten volkstümliche Namen des Krautes); Kinder verwenden sie als Spielgeld. Rainfarn hat dunkelgrüne, längliche gefiederte Blättchen, die stark duften. Die ganze Pflanze enthält stark riechende ätherische Öle (Kampfer, Borneol, Thujon); und Bitterstoffe, die die Einstellung zum Rainfarn zur Geschmackssache machen: Manche Menschen mögen diesen Geruch, andere fühlen sich davon abgestoßen.

Verwendung als Duftpflanze

Die stark duftenden Blätter sowie die Blüten des Rainfarns, die Insekten abweisende Wirkstoffe enthalten, wurden früher ausgestreut, um Ungeziefer fernzuhalten. Getrocknete Rainfarnblätter werden in der Imkereiverwendet, um die Bienen zu beruhigen.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Bild:Rainfarn-WJP.jpg
Blütenstand im Detail, die einzelnen Blütenköpfchen mit vielen Einzelbüten.

In den antiken Schriften ist der Rainfarn nicht zu finden. Die erste schriftliche Überlieferung findet sich im Capitulare Karl des Großens. Rainfarn wurde früher bei Wurmerkrankungen eingesetzt, allerdings rufen größere Mengen als 1 bis 3 Gramm Rainfarn Vergiftungserscheinungen hervor, so dass man heute im Falle von Wurmerkrankungen auf andere, wirkungsvollere und harmlosere Mittel zurückgreift. Verbreitet war auch seine Verwendung gegen Ungeziefer. Eine Waschung sollte Flöhe und Kopfläuse vertreiben. In der Tierheilkunde wird der Tee Kälbern und Kühen bei Durchfall verabreicht. Als Breiumschlag soll Rainfarn bei Quetschungen, Rheuma und Krampfadern helfen.

Das Laub kann Hautreizungen verursachen. Rainfarnöl ist ein starkes Gift, dessen innere Anwendungen nicht unbedenklich sind, weil sie zu Allergien und Vergiftungen führen können.

Rainfarn als Färbepflanze

Die Blütenköpfe des Rainfarns ergeben zusammen mit dem Beizmittel Alauneinen dunkelgelben Farbton. Für die Beize werden 12 bis 20 g Alaun auf 100 g Wolle genommen. Dunkelgrün wird die Färbung mit einer Alaunvorbeize, Eisensulfat-Nachbeize und Ammoniak-Entwicklungsbad. Man braucht etwa 400 g frische Blüten für 100 g Wolle.

Rainfarn zur Schädlingsbekämpfung

Für den Garten wird aus 500 g frischen, blühenden Pflanzen und 10 l Wasser eine Brühe angesetzt, die besonders gegen Erdbeerblütenstecher, Milben, Himbeerkäfer, Blattwespen, aber auch gegen Rostpilzeund Mehltauwirken soll.

Siehe auch: Pflanzenschutz (Biologisch)

Weblinks

  • Die Giftpflanze Rainfarn



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.