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Unter uncut (dt. ungeschnitten) versteht man im Bereich der FilmkunstFilme, die, ohne die Beeinflussung durch beispielsweise Altersfreigabe-Verfahren jeglicher Art, in der längst möglichen Ursprungsfassung veröffentlicht werden. Um jedoch leicht möglichen Missverständnissen vorzubeugen, sollte man in diesem Zusammenhang auch den so genannten PAL Speed-upkeinesfalls außer Acht lassen.

Uncut bedeutet aber nicht zwingend, dass dies auch die vom Regisseurselbst favorisierte Schnittfassung seines Werkes ist. Dafür steht einzig der Begriff Director?s Cut; während der Final Cutgenau die Version des Films ist, die den Wünschen des Filmstudiosbzw. der Produzentenentspricht, wenn er als von ihnen fertiggestellt gilt.

Da jedoch für fast alle westlichen Länder, in denen das fertige Produkt vermarktet werden soll, noch eine, kommerziellenAspektenfolgende Altersfreigabe erreicht werden muss, können selbst nach dem Final Cut weitere Kürzungen oder Umschnitte vorgenommen werden. Hier liegt die Bandbreite zwischen einer einzigen Sekunde bis zu vielen Minuten. Geschieht dies tatsächlich, gilt der nun gekürzte Film als so genannte Cut-Version. Analog dazu gilt die Variante, an der ohne weitere Auflagen der Zensurkeinerlei Schnittemehr vorgenommen werden mussten, als Uncut-Version. Da es Länder gibt, in denen Filme ohne entsprechende Prüfungsverfahren publiziert werden können, sind so genannte ungeprüfte Filme fast immer auch Uncut-Filme.

In Deutschlandwird das Prüfungsverfahren durch die FSKabgewickelt; vereinzelt werden aber auch Filme von der SPIO/JKals ?strafrechtlich unbedenklich? bewertet bzw. seit Ende 2004 nach neuen Richtlinien SPIO JK geprüft und dürfen dann ausschließlich an Erwachsene vermietet oder verkauft werden. Einige wenige Produktionen, neben der gesamten Palette der Hardcore- bzw. Pornofilmeselbstredend, sollen gänzlich ungeprüft (wie 2004 zum Beispiel die 87-Minuten-Fassung von House Of The Dead des Herausgebers Kinowelt) an die Kunden gelangen und sind, wenn sie als ?schwer jugendgefährdend? eingestuft werden können, somit automatisch indiziertenFilmen gleichgestellt.

Obwohl bei uns in letzter Zeit vermehrt Filme kursieren, die sowohl das Signetuncut, als auch das Prüfungskennzeichen der FSK tragen, kann man davon ausgehen, dass wohl nur sehr wenige Produktionen ohne jegliche Schnittauflagen der strengen Sittenwächter in die Kinos, Videothekenoder Regale der Mediahändler gelangen.

Die große Mehrheit der Kritiker von Schnitten sehen einen Film als Gesamtkunstwerkan, das bereits durch die Herausnahme von wenigen Sekunden zerstört würde. So wurden beispielsweise schon hitzige Diskussionendarüber geführt, ob die Version von Der blutige Pfad Gottes, in der ursprünglich die Filmkameraeinem Projektildurch den Körper des Opfers zu folgen scheint, nach einem Schnitt von angeblich zwei bis drei Sekunden überhaupt noch als akzeptabel gelten kann.

Von "http://de.wikipedia.org/Uncut"



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