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Vaginalinversion

Bild:Coition of a Hemisected Man and Woman.jpg
Darstellung des Vaginalverkehrs durch Leonardo da Vinci

Unter Vaginalverkehr (oder auch Verkehr, von lateinisch vagina Scheide) versteht man das Einführen des erigierten männlichen Penisin die Scheideder Frau.

Voraussetzung für den Vaginalverkehr ist die Erektiondes Mannes und die Feuchtigkeit der Vagina (umgangssprachlich: feucht sein), die entweder durch natürliche Sekretion bei sexueller Erregung entsteht, oder durch so genannte Gleitcremeso.Ä. herbeigeführt werden kann. Der Vaginalverkehr mit Samenergussdes Mannes ist die Voraussetzung für eine natürliche Zeugungvon Nachkommen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Gesellschaftliche Akzeptanz
  • 2 Häufigkeit und Wunsch nach Verkehr
  • 3 Infektionsgefahren
  • 4 Sexuelle Lust
  • 5 Vaginalverkehr aus Sicht einiger Vertreterinnen des Feminismus
  • 6 Literatur
  • 7 Siehe auch

Gesellschaftliche Akzeptanz

Vaginalverkehr wird von vielen als die "normale" Form des Geschlechtsverkehrszwischen heterosexuellenPartnern betrachtet. Je nach moralischen Vorstellungenkann die Ehe Voraussetzung für den Verkehr sein. Hygienischeoder kulturelle Gründe bedingen oft einen Verzicht auf Verkehr während der Menstruationder Frau, wobei natürlich andere Handlungen, wie z.B. einfaches Streicheln (Petting), weiterhin praktiziert werden können.

Häufigkeit und Wunsch nach Verkehr

Die Häufigkeit des Verkehrs eines Menschen hängt, neben dem Wunschdes Partners, von der Stärke des eigenen Sexualtriebsab. Der Sexualtrieb selbst ist einerseits individuell verschieden, daneben aber auch durch die Sexualhormone (Testosteron) gesteuert. Im Alter nimmt mit sinkendem Sexualtrieb auch teils die Häufigkeit des Verkehrs ab. Zwischen Männern und Frauen lässt sich ein Unterschied des Wunsches nach Verkehr mit dem Alter feststellen: Der männliche Sexualtrieb ist im Jahrzehnt nach der Pubertätam höchsten, der weibliche oft später im Übergang von 2. ins 3. Lebensjahrzehnt. Sexuelle Störungen, die den Verkehr erschweren, werden bei Frauen als Libidominderung, Hyporgasmieoder Vaginismusbezeichnet. Bei Männern wird von Libidoabnahme, Erektionsschwächeund Ejakulationsstörungen gesprochen.

Infektionsgefahren

Beim Vaginalverkehr kann es zu einer HIV-Infektion oder einer anderen sexuell übertragbaren Erkrankungkommen, wenn der andere Geschlechtspartner infiziert ist. Allerdings ist dabei die Übertragung vom Mann auf die Frau durch deren Verletzbarkeit wahrscheinlicher als umgekehrt. Vaginalverkehr während der Regelblutungerhöht das Risiko für beide Partner. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht auch, wenn krankhafte Veränderungen oder Wunden in der Scheide oder am Penis vorliegen. Um das Risiko einer Ansteckung zu verringern, sollte man sich beim Vaginalverkehr mit unbekannten Personen auf jeden Fall durch die Verwendung von Kondomenschützen.

Sexuelle Lust

Mehrere Studien in der Sexualforschung, die u.A. in Großbritannien und den USA durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass fast die Hälfte aller Frauen andere Formen der Sexualität dem Vaginalverkehr vorziehen würden. Dafür können psychologische oder medizinische Gründe die Ursache sein (Frigiditätresp. Vaginismus). Da für Frauen sexuelle Lust nicht unbedingt nur an Penetration geknüpft ist, kann die Stimulation der Klitoris, z. B. durch Cunnilingus, einfach als befriedigender empfunden werden. Um die Stimulation beider Sexualpartner zu maximieren, auch wenn Kondome verwendet werden, ist es ratsam die Vaginalmuskulatur, speziell den Pubococcygeuszu trainieren. Angeblich soll dies auch bei Prostituiertenhelfen, ihre Klienten zu stetigen Kunden zu machen. Die muskulare Verengung trägt mit der dadurch erhöhten Sensitivität auch zum leichteren Erreichen des Orgasmusder Frau bei.

Vaginalverkehr aus Sicht einiger Vertreterinnen des Feminismus

Unter anderem Alice Schwarzerin Der kleine Unterschied und seine großen Folgen argumentiert, dass die Konzentration auf die Sexualtechnik des Vaginalverkehrs (andere Techniken werden dabei als Vor- oder Nachspiel bezeichnet) eine Form der Machtausübung des Mannes über die Frau sei, da er der Befriedigung des Mannes diene, während viele Frauen dadurch nicht befriedigt würden. Weiterhin wird zu den Nachteilen des Vaginalverkehrs gezählt, dass der Vaginalverkehr die Sexualtechnik sei, die am leichtesten zu einer ungewollten Schwangerschaft der Frau führen kann. Frauen, die aus diesen Gründen den Vaginalverkehr prinzipiell oder als primäre Sexualtechnik ablehnen, werden meist zu den Feministinnengezählt. Nach Andrea Dworkinist im Falle einer von Männern durch explizite Gewalt dominierten Gesellschaft jeder Geschlechtsverkehr eine Vergewaltigung, selbst wenn das "Opfer" die "Vergewaltigung" als lustvoll empfinde.

Literatur

  • Reich, Wilhelm: Triebbegriffe von Forel bis Jung, Der Koitus und die Geschlechter. Zeitschrift für Sexualwissenschaft 1921.
  • Herold, K.: Trotz Kinderwunsch seltener Verkehr. Sexualmedizin 19 (1990), 680-684

Siehe auch

  • Sex
  • Enthaltsamkeit
  • Coitus interruptus
  • Sexualhygiene
  • Intimpflegeen:Vaginal sex



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