Bild:Valvula.jpg Schema einer Vene. 1 Endothel, 2 Venenklappe, 3 Sinus valvulae.
Eine Venenklappe (lat.Valvula) ist eine Faltenbildung der Innenauskleidung (Endothel) der Venen. Venenklappen bestehen aus zwei (selten drei) halbmondförmigen Segeln mit einer bindegewebigenEigenschicht. Die Segel liegen schwalbennestartig im Lumen, ihr freier Rand ist herzwärts gerichtet. Venenklappen sind besonders in jenen Venen zahlreich, in denen das Blutentgegen der Schwerkrafttransportiert werden muss (z.B. in den Beinen).
Beim Zurückfließen des Blutes werden die Segel erfasst und verschließen das Lumen. Venenklappen wirken somit wie ein Rückschlagventil und sorgen dafür, dass das Blut nur in eine Richtung, nämlich herzwärts fließt (rote Pfeile). Da der Blutfluss in den Venen vorwiegend über von außen auf die Vene wirkende Kräfte (z. B. Kontraktionender Skelettmuskulatur, schwarzer Pfeil) erfolgt, sorgen die Venenklappen ebenfalls dafür, dass in den Ruhephasen das Blut nicht zurückfließt, sondern Schritt für Schritt in Richtung Herz transportiert wird.
Der zwischen den Klappen befindliche Abschnitt einer Vene wird als Sinus valvulae bezeichnet. Er ist dehnbarer als der Bereich des Klappenansatzes, so dass es bei Erweiterungen der Venen zu perlschnurartigen Aussackungen kommt ("Krampfadern", Varizen).
Ihre entscheidende Rolle spielen die Venenklappen in der Medizin vor allem dann, wenn eine Vene punktiert werden muss. Als Merksatz gilt hier: immer von distalnach proximal.
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