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Verschlucken

Das Verschlucken bezeichnet eine Blockade der Atemwegedurch Fremdkörper in der Luftröhre(Trachea). Dies kann zu akutem Sauerstoffmangel (Apnoe) und damit zum Tod durch Erstickenführen.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ursachen
  • 2 Erkennen
  • 3 Gefahren
  • 4 Sofortmaßnahmen
    • 4.1 Hinweis
  • 5 Weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst

Ursachen

Ursache ist die Aspirationvon Fremdkörpern in die Luftröhre, beispielsweise beim zu hastigen Essen oder bei Kleinkindern das Verschlucken von Kleinteilen (z.B. Lego-Bausteinen).

Erkennen

Eine Verlegung der Luftröhre kann man an den folgenden Merkmalen erkennen:

  • starker Hustenreiz
  • ziehendes beziehungsweise pfeifendes Atemgeräusche
  • Panik
  • Atemnot oder Atemstillstand
  • Blauverfärbung der Haut (Zyanose)
  • Schluckbeschwerden und Schmerzen in der Speiseröhre

Gefahren

Wenn es zum Atemstillstand kommt, besteht Lebensgefahr für den Betroffenen.

Sofortmaßnahmen

  • Der Patient beugt sich nach vorn, oder legt sich bäuchlings auf einen Stuhl, so dass die Luftröhre eine schiefe Ebene mit Kopftieflage bildet. Der Helfer schlägt dem Patienten kräftig mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter, wodurch der Fremdkörper gelockert und ausgehustet werden kann. Rückenschläge bei aufrechtem Oberkörper sind nicht empfehlenswert, weil der Fremdkörper dadurch eher tiefer in die Luftröhre rutschen kann.
  • Achtung: Atemspendebzw. Beatmungsind nicht möglich, solange der Fremdkörper nicht entfernt ist.
  • Notrufveranlassen
  • Betreuen des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

Hinweis

Das so genannte Heimlich-Manöverist in Deutschland und Österreich kein Bestandteil der Erste Hilfe-Ausbildung. Da eine unsachgemäße und ungestüme Anwendung des Heimlich-Manövers zu Rippenbrüchen und inneren Verletzungen beim Patienten führen kann, wird von der Durchführung des Heimlich-Manövers abgeraten. In Österreich wird das Heimlich-Manöverim Zuge eines Rettungssanitäterkurses gelehrt, jedoch ist nur die einmalige Anwendung erlaubt. Diese muss als Maßnahme beim Patienten schriftlich verzeichnet werden, um das Krankenhauspersonal auf mögliche Verletzungen vorzubereiten.

Weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst

  • Absaugung
  • Sauerstoffgabe

Siehe auch:

  • Erste Hilfe
  • Bolustod



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