Bild:Hohensyburg-Denkmal.jpg Kaiser Wilhelm-Denkmal an der Dortmunder Hohensyburg
Die Hohensyburg befindet sich oberhalb des Zusammenflusses von Ruhrund Lennein den Hengsteyseeim südlichen DortmunderStadtteil Syburg.
Die Hohensyburg ist heute ein beliebtes Ausflugsziel.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursprünge
- 2 Die Kirche auf dem Syberg
- 3 Vincketurm
- 4 Weitere Baudenkmäler
- 5 Literatur
- 6 Weblinks
|
Ursprünge
Steinzeitliche Funde belegen die frühe Anwesenheit des Menschen im Syburger Raum, und erste Siedlungsspuren führen in die Bronzezeitum etwa 800 v. Chr.
Die erste urkundliche Nennung erfolgt für das Jahr 775, als laut der Reichsannalen das fränkischeHeer Karls des Großendie sächsische Sigiburg oberhalb des Zusammenflusses von Lenneund Ruhreroberte und diese seinerseits als Verteidigungsanlage gegen die Sachsennutzte. Im Folgejahr belagerten Sachsen die nun fränkische Festung. Die Burgbesatzung konnte, so berichten die Annalen, die Belagerer jedoch durch einen Ausfall überraschen und verfolgte danach die Sachsen bis zur Lippe.
Die Kirche auf dem Syberg
Nach Zerstörung der romanischen Kirche, deren Anfänge auf das Jahr 1169datiert wurden, boten sich den Archäologen die Möglichkeit, Ausgrabungen vorzunehmen und nach der urkundlich erwähnten karolingischen Kirche zu suchen. Bei diesen Ausgrabungen in den Jahren 1950, 1951und noch einmal 1976wurden tatsächlich Fundamentreste eines Vorgängerbaus entdeckt und anhand der Erwähnung in den Urkunden auf 776datiert.
Sicher ist zunächst aber nur, dass der Vorgängerbau älter ist als die romanische Kirche, denn fehlende Kleinfunde erschweren eine exakte Datierung. Aufgrund der Ausgrabungen von 1976kann die Interpretation als karolingische Kirche nicht länger aufrecht erhalten werden. Erwähnenswert ist, dass die Ausgräber wegen der Reste brauner und schwarzer Irdenware den Bau entweder ins Frühmittelalter, genauer in die sächsisch-fränkische Zeit oder aber in die vorgeschichtliche Zeit verweisen. Auch durch dendrochronologischeUntersuchungen und C14konnte das Alter des Gebäudes bisher nicht näher bestimmt werden.
Vincketurm
Bild:Vincketurm 2005-12-09.jpg Der Vincketurm
Auf der Hohensyburg befindet sich der Vincketurm, ein achteckiger, etwa 20 m hoher Aussichtsturm. Er wurde 1857auf dem höchsten Punkt des Sybergs (244,63 m über NN) zur Erinnerung an den damaligen Oberpräsidenten Westfalens Ludwig von Vincke(1774 - 1844) errichtet.
Weitere Baudenkmäler
Neben der Burgruine befinden sich auf dem 245 m hohen Syberg das Kaiser-Wilhelm-Denkmal (erbaut 1893bis 1902) und die Spielbank Hohensyburg.
Siehe auch: Liste der Burgen und Herrenhäuser im Ruhrgebiet
Literatur
- Ingo Fiedler, Willi Kuhlmann (1996): ?Von der Wallburg zur Spielbank ? Hohensyburg?, in: Peter Döring u. a. (Hrsg., 1996): 1 Dortmund entdecken ? 25 Stadtrundgänge; Essen, 331-342
- Rothe, Detlev (1979): Die Hohensyburg im Lichte neuer Frühgeschichtsforschung; Hückeswagen
Weblinks
- Geschichte der Syburg
- Die Reichsannalen mit Zusätzen aus den sogenannten Einhardsannalen(Quellen zur karolingischen Reichsgeschichte, Band V)
- Stadtteilinformation Syburg
- Fotos aus Hohensyburg
Koordinaten: 51° 25' 13.36" N 7° 29' 15" O
Seitenkategorien: Dortmund| Burg in Nordrhein-Westfalen| Route der Industriekultur
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
|