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Vorfall

Bild:Uss panay.png
Die USS Panay am 30. August1928

Der Panay-Vorfall während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Kriegesbetraf China, USA, Großbritannienund Japan.

Japanische Truppen belagerten am 8. Dezember1937die damalige chinesische Hauptstadt Nanking. Viele Ausländer verließen die eingeschlossene Stadt. Bereits im November hatte die seit 1854bestehende US-Jangtse-Patrouilledamit begonnen, amerikanische Bürger und Einrichtungen zu evakuieren. Die USS Panay (PR-5)wurde in Nanking stationiert, um die übrig gebliebenen US-Bürger zu evakuieren. Am 11. Dezemberverließ das Schiff Nanking flussaufwärts, um den schweren Kämpfen zu entgehen. Das japanische Hauptquartier wurde über diese Fahrt informiert. Am 12. Dezemberwies es seine Piloten an, alle Schiffe oberhalb von Nanking zu versenken.

Gegen 13:27 Uhr griffen japanische Flieger die USS Panay an, die gegen 15:54 Uhr sank. Auf dem Schiff befanden sich zu diesem Zeitpunkt fünf Offiziere, 54 Matrosen, vier US-Botschaftsmitarbeiter und zehn Zivilisten. Drei Menschen starben, 43 Matrosen und fünf Zivilisten wurden verwundet.

Daraufhin kam es zu diplomatischen Spannungen zwischen den USA und Japan. Befürchtungen wurden laut, dass sich der Vorfall ähnlich auswirken könnte wie die Explosion der USS Maine (ACR-1), die den Spanisch-Amerikanischen Kriegausgelöst hatte. Japan zahlte 2.214.007,36 $, um den Streit beizulegen, und entschuldigte sich offiziell.

Zusammen mit Berichten über Grausamkeiten japanischer Soldaten sorgte der Panay-Vorfall jedoch dafür, dass sich in der US-Öffentlichkeit das Bild von Japan änderte.

Literatur

  • Depuy: Encyclopedia of Military History. Harper & Row Publishers, New York 1986en:Panay incident



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