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Wechseljahre

Das Klimakterium (griechischklimaktér ?Stufenleiter, kritischer Zeitpunkt im Leben?) bezeichnet bei der Frau die Jahre der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause. Diese Zeit wird auch die Wechseljahre genannt.

Das Klimakterium ist wie die Pubertätein natürlicher Abschnitt im Leben einer Frau und keine Krankheit; sie bedarf in der Regel keiner Behandlung. Eventuell behandelt werden müssen Beschwerden, die die hormonelle Umstellung verursachen kann.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Beginn
  • 2 Beschwerden
  • 3 Behandlung
  • 4 Weblinks

Beginn

Manche Frauen kommen bereits mit vierzig in die Wechseljahre, andere erst Mitte fünfzig. Mit 58 haben die meisten Frauen die Wechseljahre hinter sich. Wenn die Eierstöckeoperativ entfernt werden, setzt das Klimakterium unmittelbar ein.

Eingeteilt wird das Klimakterium in

  1. Prämenopause
  2. Menopause
  3. Perimenopauseund
  4. Postmenopause

Das Klimakterium führt zu Schwankungen im Menstruationszyklus: Die Blutungen werden stärker oder schwächer, die Abstände dazwischen kleiner oder größer, es kann zu Abständen von einigen Monaten kommen, bis die Blutung dann aufhört. Damit ist die Fruchtbarkeit der Frau beendet.

Die wichtigste hormonelleÄnderung ist der Rückgang des Östrogens, das in den Eierstöcken gebildet wird und den Menstruationszyklus regelt. Beim Einsetzen des Klimakteriums sinkt der Östrogenspiegel drastisch.

Beschwerden

Die häufigsten Beschwerden während der Wechseljahre sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Libidomangel, eine Atrophieder Scheidenhautmit entsprechender Trockenheit, was zu Schmerzenbeim Geschlechtsverkehrund zu Scheidenentzündungführen kann.

Weitere Beschwerden, die während der Wechseljahre auftreten können, sind Schwindel, Schlafstörungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, erhöhte psychische Vulnerabilität, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Gedächtnisstörungen, Inkontinenz, Blasenentzündung, Verstopfung, Durchfall, trockene Haut, Gewichtszunahme, Gelenk- und Muskelschmerzen, Haarausfallam Kopf und verstärkter Haarwuchsim Gesicht, verlängerte Menstruation (Bis zu 4 Wochen am Stück). Viele dieser Beschwerden verschwinden nach dem Klimakterium wieder.

Behandlung

Nur wenn die Beschwerden während der Wechseljahre die Lebensqualitätdeutlich einschränken, ist eine Behandlung angezeigt.

In vielen Fällen genügt eine Selbstbehandlungmit Pflanzenpräparatenwie Traubensilberkerzeoder Mönchspfeffer, körperlicher Bewegung oder Entspannungstechnikenwie Yoga.

Medizinisch können Östrogene als Pflaster oder Tabletten gegeben werden, was die Wechseljahrbeschwerden drastisch senkt. Wegen des Krebsrisikos müssen sie jedoch mit Gestagenenkombiniert werden, wodurch es weiterhin zu einer monatlichen Blutung kommt. Nach heutigem Stand des Wissens ist eine Östrogentherapie von zwei oder drei Jahren vertretbar, eine langfristige Therapie sollte jedoch wegen des dann erhöhten Krebsrisikos sehr sorgfältig abgewogen werden.

Scheidentrockenheit kann mit östrogenhaltigen Salben oder Suppositorienbehandelt werden.

Daneben sind, je nach Beschwerden auch Gaben von Antidepressivaund Diuretikamöglich.

Siehe auch: Wechseljahre des Mannes, Progesteron, Anti-Aging, Prämenstruelles Syndrom, Hormonersatztherapie

Weblinks

  • Treffpunkt für Frauen von Lifeline.de
  • Portal Wechseljahreberatung
  • Selbstcheck: Leide ich unter Wechseljahresbeschwerden?
  • Problemlos durch die Wechseljahre
  • Newsletter zum Thema Wechseljahre
  • Mit Power in die Wechseljahre, Sendung von NZZ Format
  • Eine GfG-Kursleiterin für Wechseljahre® zeigt überraschende neue Wege auf.
  • Von Frauenärztinnen für Frauen
  • Umfassende Informationen zum Klimakterium
  • ergänzende Informationen zum Thema Hormone / Wechseljahre
  • www.wissenschaft.de: Die zwei Gesichter des Östrogens - Nach den Wechseljahren reagiert der Körper anders auf die Hormone als vorher und sie werden zum Risikofaktor
  • Workshops für Frauen in der Lebensmitte, um neue Perspektiven zu entwickeln
  • Informationsportal zu "Postmenopausal Hormone Therapy" des National Institute of Health



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