Bild:Daniel Nikolaus Chodowiecki 001.jpg Daniel Nikolaus Chodowiecki: Die Wochenstube (um 1770)
Als Wochenbett bezeichnet man die Zeit von Geburtder Placentabis zu 6?8 Wochen nach Geburt eines Kindes. Während dieser Zeit erholt sich die Muttervon Schwangerschaftund Geburt: Die Gebärmutterund andere Organe bilden sich zurück, die Haftstelle des Mutterkuchens, welche eine Wunde in der Gebärmutter darstellt, heilt unter Absonderung des Wochenflussesab. Bei stillenden Müttern beginnt innerhalb von 3?4 Tagen die Bildung von Muttermilch. Eventuelle Geburtsverletzungen heilen in der Zeit des Wochenbettes.
Die Beziehung zwischen Kind und Mutter entsteht und entwickelt sich. Zentrale Themen für Mutter und Kind sind in der ersten Zeit meist die Gewöhnung an das Stillen, der Schlaf- und Trinkrhythmus des Kindes und allgemein seine Zufriedenheit.
Die Wöchnerin bedarf, insbesondere im Frühwochenbett (1.?10. Tag nach der Geburt), besonderer Ruhe und Pflege. Sie sollte keinerlei körperliche Arbeit verrichten, sondern sich voll auf ihr Neugeborenes und sich selbst konzentrieren. Deshalb besteht auch seit 1952in Deutschland im Rahmen des Mutterschutzgesetzes ein absolutes Beschäftigungsverbot für Mütter in den ersten acht Wochen nach der Niederkunft.
In der Zeit des Wochenbettes hat jede Mutter Anrecht auf medizinische und beratende Hilfe durch eine Hebamme. Deren Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenkassebezahlt.
Siehe auch
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