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Xenophobie

Die Xenophobie (griechisch????????? - Fremdenangst, Fremdenfeindlichkeit, Kompositumaus ?????, xénos - der "Fremde", der "Gast" und ?????, phóbos - "Furcht") bezeichnet die Scheuoder Furchtvor dem Fremden. Xenophobie ist eine ablehnende Einstellung und Verhaltensweise gegenüber anderen Menschen und Gruppen, die vermeintlich oder real fremd sind (z. B. durch fremde Herkunft, Kultur, Sprache). Sie kann sich durch Furcht, Meidung, Geringschätzung, Spottoder Feindseligkeit ausdrücken, die bis zur Gewalt reicht. Teilweise wird der "Fremde" als Quelle unvorhersehbarer Gefahren gescheut.

Der Begriff Xenophobie steht im Gegensatz zur Xenophilie(Fremdenfreundlichkeit) und in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Exotismus, einer Art naiven, quasi voyeuristischenXenophilie, mit welchem er gewisse konstituierende Merkmale gemein hat, z. B. das Postulatder eigenen, meist kulturellen, Überlegenheit.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Wurzeln
  • 2 Formen
  • 3 Literatur
  • 4 Siehe auch
  • 5 Weblinks

Wurzeln

Xenophobie hat kulturelle, ebenso wie biologische und ökonomische Wurzeln:

  • Biologisch: Tierarten verteidigen das eigene "Territorium" gegen Eindringlinge. Inwieweit es sich bei Xenophobie des Menschen um biologische Determinanten, durch Sozialisationerworbenes Verhalten bzw. in engem Rahmen freie Entscheidungen handelt, ist umstritten.
  • Kulturell: Alles soziale Handelnist kulturell überformt, d.h. kollektive Distanz und Feindseligkeit ist erworbene Grundstimmung (siehe auch Mentalitäteiner Gesellschaft). So sind Stammesgesellschaften, aber auch ländliche Gesellschaften mit Grundbesitzerstrukturen, deren Traditionen stark auf fixierten Regelnberuhen, Neubürgern gegenüber eher zurückhaltend bis ablehnend eingestellt. Auch die vorherrschende Religionhat nachweislich großen Einfluss auf die beobachtbare Haltung gegenüber Fremden. Ein vergleichbar langsamer sozialer Wandelbegünstigt xenophobe Reaktionen. Nach Pierre Bourdieusteigt die Möglichkeit, Xenophobie zu verringern mit der Komplexität der Gesellschaft.
  • Ökonomisch: Das Eindringen fremder Waren in Gestalt von neuartigen Techniken kann ebenso wie das Auftreten von - in einer bestimmten Kultur unbekannten - Kauf- oder Fachleuten Furcht erwecken und Fremdenscheu hervor bringen.

Formen

Auf einigen Inseln hat sich im Zuge einer xenophoben Entwicklung, in der das Moment der Furcht hervorsticht, der so genannte politische Nativismusentwickelt. Der Nativismus betont die angebliche Überlegenheit der eigenen Herkunft und ethnischen Zugehörigkeit gegenüber dem "nur Zugezogenen", Fremden. Dies ist ebenso ein Forschungsgebiet für Politikwissenschaftlerwie für Ethnologenwie die Frage, warum extrem feindselige, gewalttätige Ethnien neben sehr aufgeschlossenen, friedlichen Völkern aus der gleichen Herkunft entstehen und koexistieren konnten (Beispiel der historischen nordamerikanischen Indianervölker).

Xenophobie äußert sich in weniger dramatischen Fällen als Kommunikationsverweigerung, neuzeitlicheExtremformen waren Religionshass (wie der ältere Antisemitismus), Nationalhass oder Homophobie.

Zum Rassismusbesteht insofern eine Verwandtschaft, als rassistische Propagandaxenophobe Haltungen aufzunehmen und zu verstärken sucht. Allerdings sind Rassismus und Xenophobie nicht gleichzusetzen. So wurden im rassistischen deutschen Nationalsozialismuseinheimische "Nichtarier" (z. B. Juden) beispielsweise viel schlechter behandelt als ausländische "Arier" (z. B. Skandinavier und andere Nord- und Westeuropäer).

Literatur

  • Ben Barkow / Stefan Zeidenitz: Xenophobe's Guide to the Germans. 2003, GB; OVAL BOOKS ISBN 1902825292
  • Jan Christopher Cohrs: Von konstruktiven Patrioten und schwarzen Schafen: Nationale Identifikation und Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit. Bielefeld, Univ., Dissertation 2004, {{if
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  • Klaus Wahl: Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus: Drei Studien zu Tatverdächtigen und Tätern. Berlin, 2001

Siehe auch

  • Xenologie, Xenophilie, Exotismus, Rassismus, Mentalität, Raphael LemkinInstitut für Xenophobie- und Genozidforschung

Weblinks

  • Eintrag "Fremdenfeindlichkeit" im IDGR Lexikon Rechtsextremismus
  • Gudrun Hentges: Rassismus - Streit um die Ursachen, 1.6.2005bg:??????????

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