ICD-10-GM 2005 - LuMriX


f40 - f42 - Drucken
Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
(F40-F48)
Exkl.:
  • In Verbindung mit einer Störung des Sozialverhaltens ( F91.-, F92.8)
F41.-
Andere Angststörungen
Hinw: Bei diesen Störungen stellen Manifestationen der Angst die Hauptsymptome dar, ohne auf eine bestimmte Umgebungssituation bezogen zu sein. Depressive und Zwangssymptome, sogar einige Elemente phobischer Angst können vorhanden sein, vorausgesetzt, sie sind eindeutig sekundär oder weniger ausgeprägt.
F41.0
Panikstörung [episodisch paroxysmale Angst] I23804
Hinw: Das wesentliche Kennzeichen sind wiederkehrende schwere Angstattacken (Panik), die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken und deshalb auch nicht vorhersehbar sind. Wie bei anderen Angsterkrankungen zählen zu den wesentlichen Symptomen plötzlich auftretendes Herzklopfen, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Schwindel und Entfremdungsgefühle (Depersonalisation oder Derealisation). Oft entsteht sekundär auch die Furcht zu sterben, vor Kontrollverlust oder die Angst, wahnsinnig zu werden. Die Panikstörung soll nicht als Hauptdiagnose verwendet werden, wenn der Betroffene bei Beginn der Panikattacken an einer depressiven Störung leidet. Unter diesen Umständen sind die Panikattacken wahrscheinlich sekundäre Folge der Depression.
Inkl.:
  • Panischer Anfall I67052
  • Paniksyndrom I23806
  • Panikneurose I23805
  • Panikanfall I23809
  • Episodisch paroxysmale Angst I23808
  • Panikattacke
  • Panikzustand I65465
Exkl.:
  • Panikstörung mit Agoraphobie ( F40.01)
F41.1
Generalisierte Angststörung I67053
Hinw: Die Angst ist generalisiert und anhaltend. Sie ist nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt, oder auch nur besonders betont in solchen Situationen, sie ist vielmehr "frei flottierend". Die wesentlichen Symptome sind variabel, Beschwerden wie ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwitzen, Benommenheit, Herzklopfen, Schwindelgefühle oder Oberbauchbeschwerden gehören zu diesem Bild. Häufig wird die Befürchtung geäußert, der Patient selbst oder ein Angehöriger könnten demnächst erkranken oder einen Unfall haben.
Inkl.:
  • Reaktiver Angstzustand I2883
  • Psychoneurotischer Angstzustand I79367
  • Neurotischer Angstzustand I13412
  • Frei flottierende Angst I2885
  • Chronische Angstneurose I12253
  • Angstsyndrom I2887
  • Angstneurose I13411
  • Angstreaktion I2882
  • Angstzustand I2884
Exkl.:
F41.2
Angst und depressive Störung, gemischt I2888
Hinw: Diese Kategorie soll bei gleichzeitigem Bestehen von Angst und Depression Verwendung finden, jedoch nur, wenn keine der beiden Störungen eindeutig vorherrscht und keine für sich genommen eine eigenständige Diagnose rechtfertigt. Treten ängstliche und depressive Symptome in so starker Ausprägung auf, dass sie einzelne Diagnosen rechtfertigen, sollen beide Diagnosen gestellt und auf diese Kategorie verzichtet werden.
Inkl.:
  • Ängstlich-depressive Verstimmung I2893
  • Nichtanhaltende ängstliche Depression I69535
  • Neurotischer depressiver Angstzustand I90692
  • Leichte ängstliche Depression I84403
  • Leichte Depression I69534
  • Depressiver Angstzustand I2892
  • Depressive ängstliche Entwicklung I2889
  • Angstdepression I2891
  • Angst und depressive Reaktion, gemischt I97411
  • Ängstliche Depression (leicht oder nicht anhaltend) I84401
F41.3
Andere gemischte Angststörungen
Hinw: Angstsymptome gemischt mit Merkmalen anderer Störungen in F42- F48. Kein Symptom ist allein schwer genug um die Diagnose einer anderen Störung zu stellen.
Inkl.:
  • Angst-Spannungsschmerz-Syndrom I2895
  • Akuter Angstzustand und Spannungszustand I2894
F41.8
Sonstige spezifische Angststörungen
Inkl.:
  • Angsthysterie I2896
F41.9
Angststörung, nicht näher bezeichnet
Inkl.:
  • Ängstlichkeit I13410
  • Pessimismus I27967
  • Bänglichkeit I13407
  • Bangigkeit I13406
  • Angstgefühl I13409
  • Angst o.n.A.