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Allergietests dienen zum Nachweis von Allergenenam Menschen oder am Tier. Die folgenden unterschiedlichen Verfahren werden hierbei angewandt:
Inhaltsverzeichnis
- 1 Pricktest
- 2 Intrakutantest
- 3 Scratchtest
- 4 Epikutantest, auch Pflastertest genannt
- 5 Provokationstest
- 6 in vitro-Tests
- 7 Weblinks
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Pricktest
Dieser Test dient zum Nachweis einer sogenannten Typ-I-Allergie, wie zum Beispiel einer Sensibilisierunggegenüber Pollenoder Tierhaaren. Hierbei wird ein definierter Allergenextrakt auf die Haut aufgetropft und anschließend mit einer Lanzetteleicht angestochen. Die Testreaktion kann nach 20 Minuten im Vergleich zu zwei immer mitgeführten Leertestungen (Positivkontrolle mit Histaminund Negativkontrolle mit Kochsalz) abgelesen werden.
Eine Unterform der Pricktestung ist der so genannte Prick-to-Pricktest, bei dem zum Beispiel Lebensmittelgetestet werden können, indem zuerst das Lebensmittel und dann die Haut angestochen wird.
Intrakutantest
Hierbei wird eine definierte Menge eines Allergenextraktes (meist Insektengifteoder Nahrungsmittelextrakte) subkutaninjiziert und ebenfalls nach 20 Minuten gegen einen Leertest (s.o.) abgelesen. Er dient auch zum Nachweis einer Typ-I-Allergie.
Scratchtest
Allergietest, welcher sich auch zum Nachweis von Typ-I-Allergien eignet, bei dem die Haut zunächst oberflächlich angeritzt wird und anschließend das zu testende Allergen (zum Beispiel Tierhaare oder auch Lebensmittel) nativ eingerieben wird. Testablesung ebenfalls nach 20 Minuten.
Epikutantest, auch Pflastertest genannt
dient dem Nachweis einer sogenannten Typ-IV-Sensibilisierung, wie zum Beispiel gegenüber Nickelsalzen(Nickelsulfat) oder Duftstoffen. Hierbei werden definierte Zubereitungen der Allergene in Trägersubstanzen (wie Vaselineoder Wasser) auf die Haut unter Testkammern aufgeklebt. Die Testablesung sollte jeweils nach 24, 48 und 72 Stunden erfolgen (in Ausnahmefällen auch noch länger). Es wird hierbei auch der Reaktionsverlauf (steigende oder fallende Reaktion) über die Zeit bewertet.
Provokationstest
hier wird der Patient direkt dem verdächtigen Allergen ausgesetzt; ein Beispiel hierfür sind Insektenstiche, bei denen man in Einzelfällen den Therapieerfolg bei einer Hyposensibilisierungbei Bienengiftallergienoder Wespengiftallergienüberprüfen kann.
in vitro-Tests
LymphozytentransformationstestLTT und ALCAT-Test.
Wichtig: vor Durchführung der obigen Testungen, mit Ausnahme der Epikutantestung, sollten Medikamente aus der Gruppe der Antihistaminikamöglichst 4 - 5 Tage vor Testung abgesetzt werden, weil diese Substanzen auch die Testreaktion unterdrücken.
Weblinks
- http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/061-017.htmAWMF zu in-vitro Allergietests
Seitenkategorien: Allergologie
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