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Spermaallergie

Die sehr seltene Spermaallergie ist eine selbst unter Ärztennoch relativ unbekannte Form der Allergie, von der vor allem zwanzig- bis dreißigjährige Frauen betroffen sind (bis zum Jahr 2000 weltweit nur etwa 60 Fälle als solche diagnostiziert laut Ärzteverband Deutscher Allergologen). Bei Männern hat man bislang noch nicht beobachtet, dass sie eine Spermaallergie auf ihr eigenes Spermaentwickeln. Die Frauen reagieren auf ein Proteinallergisch, das sich im Ejakulat, also in der Samenflüssigkeit der Männer befindet. Die Spermienselbst wirken nicht allergen. Die Reaktionen sind analog den Symptomen einer Pollenallergie. Bestimmte Antikörpersprechen innerhalb von zehn bis dreißig Minuten auf die Proteine in der Samenflüssigkeit an. Es kommt zu Brennen und Juckreiz, zu Schwellungen und Hautausschlägen im Intimbereich, in Extremfällen auch zu Durchfall, Erbrechen oder sogar zum anaphylaktischen Schock.

Die Frauen selbst merken recht schnell, dass sie jedes Mal nach einem Kontakt mit dem Sperma ihres Partners Beschwerden haben. Den Betroffenen wird daher geraten, beim Geschlechtsverkehrstets ein Kondomzu verwenden. Sie sind dann praktisch beschwerdefrei. Zur Behandlung der Spermaallergie setzt man darüber hinaus Antihistaminika, Cortison, Injektionspräparate oder Adrenalinspraysein. Auch eine Hyposensibilisierungist möglich, bei der das in der Samenflüssigkeit enthaltene Allergenschrittweise in immer höheren Dosen verabreicht wird, so dass sich der Körper langsam daran gewöhnt.

Schwierig wird es für die Frauen dann, wenn ein Kinderwunsch besteht, weil in diesem Fall der Kontakt mit den Spermien des Mannes unerlässlich ist. Dann müssen im Labor die Samenflüssigkeit und die Spermien getrennt und die Kinder über die künstliche Befruchtunggezeugt werden.

Weblinks

  • Presseerklärung des Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) und der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie



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