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Als Fremdanamnese wird in der Medizin die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) durch Befragung von Personen aus dem Umfeld eines Patienten bezeichnet. Im Gegensatz dazu wird die Eigenanamnese durch Befragung des Patienten selbst erhoben. In beiden Fällen kann das Studium von relevanten Unterlagen (u. a. Krankenunterlagen, Impfpass usw.) der Vervollständigung der Krankengeschichte dienen.
Die Fremdanamnese liefert oft wichtige Zusatzinformationen. Bei Kindern, bewusstlosen Patienten und solchen mit anderen Störungen des Bewusstseins(Demenz, Verwirrtheit, Vergiftungen, amnestischen Episoden), bei Patienten mit Sprachstörungenwie nach einem Schlaganfall, psychischen Störungen(zum Beispiel Autismus) oder eingeschränkter Wahrnehmung z. B. bei Schlafstörungenwie dem obstruktiven Schlafapnoesyndromist sie oft einziges Mittel, um Informationen zur Krankengeschichte zu erhalten.
Siehe auch: Katamneseen:Heteroanamnesis
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