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Bild:William Hogarth 036.jpg Besuch beim Kurpfuscher, William Hogarth, um 1743-1745
Im Volksmund wird der Begriff des Quacksalbers für Personen benutzt, die ohne einen festen Praxisraum der Heilkunde nachgehen und dafür eine Vergütungverlangen oder erhalten.
Der Begriff geht auf die niederländischen Wörter "kwakken" (wie eine Ente schnattern, prahlen) und "zalver" (Salbenverkäufer, salben) zurück.
Im Mittelalter gehörten Quacksalber zum fahrenden Volkund boten in prahlerischer Manier ihre Dienste an. Heute bezeichnet man damit auch Ärzte oder Heilkundige, die in laienhafter Art Kranke behandeln (auch Kurpfuscher genannt)
"Des Quacksalbers Praktik sei so gut, daß sie allen Siechtum heilen tut... Solch Narr kann dich in'n Abgrund stürzen, eh du's gemerkt, dein Leben kürzen!" Sebastian Brant
Beispiele
- Hugo Fried(1890-1938), mit seiner ungewöhnlichen Behandlungsmethode, die auf einer Art Hypnoseoder "Magnetismus" mit Handauflegen beruhte, schien er Erfolg zu haben. In der Kurklinik Baden wurde ihm dafür sogar ein eigener Behandlungsraum eingerichtet. Da er jedoch keine ärztliche Approbation besaß, zog er einen befreundeten Mediziner zu seinen Behandlungen hinzu. Dennoch wurde ihm in den Jahren 1930 bis 1932 der Prozess wegen Kurpfuscherei gemacht, den er in erster Instanz verlor.
- Otto Gross(1877-1920), 1909 ermittelte die Münchener Polizei gegen Gross. Max Wertheimerhatte Anzeige wegen Verführungund Kurpfuschereigegen G. erstattet.
- Sebastian Kneipp(1821-1897), 1854 wurde K. als Kaplan nach Augsburg versetzt. Dort wurde er der Kurpfuscherei verdächtigt und bekam vom Bischof seine erste Rüge wegen unerlaubter Ausübung der Heilkunde.
- Theodor Reik(1888-1969), 1925 wurde Reik wegen Kurpfuscherei angeklagt, weil er als Nichtarzt Psychoanalyse ausübte. Dies veranlaßte Freud1926, seine berühmte Arbeit "Die Frage der Laienanalyse" zu verfassen.
Im einem erweiterten Sinne zählen auch alle modernen Wunderheiler dazu, die unter Zuhilfenahme esoterischen (Halb-)Wissens und fragwürdiger Maßnahmen (Magnetismus, Kräuterpillen, Handauflegen) ernsthafte Erfolge bei der Heilung von Krankheiten versprechen.
Literatur
- Carsten Timmermann: Wer darf heilen und wer nicht? 'Kurpfuscherei' und die Krise der Medizin in der Weimarer Republik, in: Oliver Hochadel u. Ursula Kochel (Hrsg.): Lügen und Betrügen. Das Falsche in der Geschichte von der Antike zur Moderne
Böhlau, Köln/Weimar/Wien, 2000, S. 133-149, ISBN 34-1206-900-0
Siehe auch
Bild:Wiktionary-ico-de.png
| Wiktionary: {{{2|Quacksalber}}} ? Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
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- Doktor Eisenbarth, Fahrendes Volk, Scharlatanen:Quackery
es:Quack
ja:???
nl:Kwakzalverij
sv:Kvacksalvare
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