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Eigenbluttherapie

Die Eigenbluttherapie bzw. Eigenblutbehandlung ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode. Sie wird zu den sogenannten "Umstimmungstherapien" gezählt.

In wöchentlichen Behandlungszyklen werden dabei etwa 10-15 Mal dem Patienten etwa 1-2 ml venöses Blutentnommen, wird und in einen Muskelim Gesäßoder Oberarmzurückgespritzt wird. Das Blut wird dabei häufig vor dem Wiedereinspritzen mit einem homöpathischen Mittel, Ozonoder mit Sauerstoffversetzt.

Bei der ultraviolett-aktivierten Eigenbluttherapie (UVE) wird das Blut vor dem Zurückspritzen zusätzlich mit ultraviolettenLichtbestrahlt und dabei bewegt.

Besonders bei Kindern wird eine Sonderform der Eigenbluttherapie angewendet, die so genannte Eigenblutnosode. Hier wird das Blut durch einen Stich in den Finger gewonnen und nach homöopathischer Aufbereitung über die Mundschleimhautaufgenommen. Dadurch bleibt dem Kind das wiederholte Spritzen des Blutes erspart.

Die Befürworter der Eigenblutbehandlung setzten die verschiedenen Therapievarianten gegen länger andauernde Infekte, allergische Erkrankungen, Neurodermitis, Asthma, Erkrankungen des rheumatischenFormenkreises oder Durchblutungsstörungenein und sehen in ihr eine so genannte "unspezifische Reiztherapie". Ähnlich wie beispielsweise regelmäßig durchgeführte kalte Güsseoder Saunabesuchesollen Sie den Körper umstimmen und seine Selbstheilungskräfte wecken. Das in die Muskeln injizierte Blut regt nach diesen Vorstellungen das Immunsysteman. Dieses soll sich dann aber nicht gegen das eigene Blut richten, sondern, einmal aktiviert, verstärkt gegen körperfremde Eindringlinge wie Virenoder Bakterienvorgehen. Bei anderen Krankheiten steht eher eine Verbesserung der Fließfähigkeit des Blutes im Vordergrund.

Kritik an der Eigenbluttherapie

Diese postulierte Wirkungsweise ist aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht plausibel. Durch zahlreiche wissenschaftliche Studien, u.a. mittels Doppelblindversuchen, ist die Nichtwirksamkeit der Eigenbluttherapie im Sinne des Behandlungszweckes inzwischen nachgewiesen. Auch die von den Anwendern beschriebenen positiven Auswirkungen auf das Krankheitsgeschehen konnten wissenschaftlich nicht belegt werden.

Dagegen ist wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesen, dass die wiederholte Eigenbluttherapie Autoimmunreaktionen gegen körpereigene Eiweiße hervorruft.

Die Eigenbluttherapie hat in der Vergangenheit zu infektionsbedingten schweren Komplikationen geführt. Durch unzureichende Sterilität der eingesetzten Instrumente kam es zu HCVInfektionen. In mindestens einem Fall kam es zu einer HIV-Infektion im Zusammenhang mit einer Eigenbluttherapie.

Weblinks

http://www.tu-dresden.de/medviro/Lehre/Kursbuch_2003_final_kurz.pdfKomplikationen

Von "http://de.wikipedia.org/Eigenbluttherapie"



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