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Frischzellentherapie

Frischzellentherapie (syn. Zellular-Therapie) ist ein weitgehend verlassenes komplementärmedizinischesVerfahren. Es wurde 1931 von dem GenferArzt und Sanatoriumsdirektor Prof. Dr. Paul Niehans (1882 - 1971) veröffentlicht.

Dabei wird eine Zellaufschwemmung (Suspension) von fetalen (ungeborenen) oder juvenilen (jugendlichen) Kälbern oder Lämmern injiziert. Die Anwender hoffen, dass dieses Material vom Organismus genau nach Bedarf verwendet werden kann. Die Zellen werden nicht gereinigt oder auf Keimfreiheit untersucht.

Varianten sind Suspensionen von getrockneten oder tiefgefrorenen Extrakten.

In den 50er Jahren war die Therapie in Europa weit verbreitet; in Deutschlandließen sich Prominente wie der Bundeskanzler Konrad Adenauer, Nationalfußballtrainer Helmut Schönoder der Schauspieler Willy Millowitschbehandeln.

Wie jedes Fremdgewebe können auch fetale Rinderzellen schwere Immunreaktionen bis hin zum allergischen Kreislaufstillstand verursachen. Mediziner lehnen die Zelltherapie deshalb radikal ab. Nach zahlreichen Zwischenfällen wurde die Herstellung und der Verkauf von Frischzellen in Deutschland1997 verboten. Obwohl das Bundesverfassungsgerichtdas Verbot 2000 mit Blick auf die ärztliche Kurierfreiheit aufhob, hat die Frischzellentherapie heute keine Bedeutung mehr.

Die Methode wurde gegen chronische Erkrankungen aller Art, gegen Altersschwäche und gegen Krebs angeboten.

Weblinks

Paul Niehans und die Zellulartherapie

Von "http://de.wikipedia.org/Frischzellentherapie"



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