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Galvanotherapie

Bei der Galvano-Therapie handelt es sich um eine Möglichkeit, bösartige Tumoreverschiedener Herkunft kurativ zu behandeln. Hierbei handelt es sich um keine wissenschaftlich anerkannte Methode, auch sind keine Studien bekannt, die eine Heilung belegen. Es ist klar eine alternative Behandlungsmethode und sollte daher nur in Absprache mit den behandelnden Medizinern durchgeführt werden.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Vorgehensweise
  • 2 Wirkungsweise
    • 2.1 Unterschied zwischen Krebszelle und gesunder Zelle
    • 2.2 Einfluss des Stroms auf den Tumor
  • 3 Anwendungsmöglichkeiten
  • 4 Vorteile
  • 5 Galvano-Therapiezentren

Vorgehensweise

Bei dieser Therapiewird der Tumor von wenigstens zwei Elektrodenunter Gleichstromgesetzt. Durch den geringeren elektrischen Widerstand, eine Eigenschaft die Krebszellenzueigen ist, ist gesichert, dass in erster Linie die Krebszellen angegriffen werden.

Wirkungsweise

Unterschied zwischen Krebszelle und gesunder Zelle

Abgesehen von den viel diskutierten genetischen Unterschieden zwischen einer gesunden und einer kranken Zelle, besteht auch noch eine Reihe von gut untersuchten physikalischen Unterschieden. Der für diese Therapie wichtigste Unterschied ist das verringerte Membranpotential bei den Krebszellen. Dies kommt durch die eingeschränkte Funktion der Mitochondrienzu stande. Die meiste Energie, die von dem Mitochondiren erzeugt wird, wird in der Na/K ATPasewieder verbraucht, wodurch ein Konzentrationgradienterzeugt wird. Fällt diese Energiequelle weg, so kann auch der Konzentrationsgradient nicht aufrecht gehalten werden. Die Folge ist ein Anstieg der Natirum- und Calciumkonzentration im Zellinneren. Das Kalium ist deshalb nicht so stark bertroffen, weil dieses Ion im gegensatz zum Natrium und Calcium nahezu frei durch die Zellmembran diffundierenkann. Es steigt also folglich nicht nur die Konzentration des Natriums intrazellulär an, sondern noch stärker das Calcium. Stellt man sich nun vor, dass die Konzentrationen von allen Ionen extrazellulär gleich gehalten werden, ist die logische Schlußfolgerung, dass die Gesamtkonzentration an geladenen Ionen im tumorösen Gewebe höher ist, als im gesunden. Dieser Sachverhalt führt wiederum zu einer höheren elektrischen Leitfähigkeit, was den Strom veranlaßt in erster Linie durch den Tumor zu strömen.

Einfluss des Stroms auf den Tumor

Die angelegte Spannung, welche den Stromfluss veranlaßt, führt zu einer Polarisationdes Tumors. Dadurch werden die geladenen Ionenzu einer Wanderung an eine der Elektroden gezwungen. Die Natriumionen(positiv geladen) wandern zu der Elektrode die negativ geladen ist. Die Chloridionen(negativ geladen) wandern zur positiven Elektrode, und reagieren dort weiter. Das konzentrierte Natrium reagiert mit Wasserweiter zur NaOH, Natronlauge, und das Chlorid zu HCl, Salzsäure. Die Konzentration der Säure bzw. der Lauge hat eine pH Wertverschiebung zur Folge, in welcher die Krebszellen nicht überleben können. Es handelt sich also um eine selektive und organerhaltenden Krebstherapie, mit der folgende Krebsarten behandelt werden können:

Anwendungsmöglichkeiten

Die Therapie kann bei den folgenden Tumor- und Krebsarten eingesetzt werden:

  • Mammakarzinomesowie isolierte axillare und throraxwandnahe Lymphknoten,
  • Hautmetastasen von Mammakarzinomen,
  • Nach anatomischer Möglichkeit und Vorhaltung entsprechenden technischen Einrichtungen isolierte Lungen- und Lebermetastasen,
  • alle Tumore im HNO-Bereich, insbesondere Rezidive nach Strahlen- und/oder Chemotherapie,
  • Hautkarzinome jeder Genese (z. B. Melanom, Spinaliom, Basaliom u. a.)
  • gynäkologischeKarzinome,
  • Sarkome,
  • isolierte Knochentumore und Knochenmetastasen,
  • Prostatakarzinome.

Vorteile

Die Vorteile dieser Therapieform sind beispielsweise, daß fast immer eine Metastasierungausbleibt, daß betroffene Organeerhalten werden können und daß die Therapie außerdem auch leicht ambulant durchzuführen ist.

Galvano-Therapiezentren

  • Kompetenzzentrum für nichtoperative und minimalinvasive Tumortherapie [1]
  • Universität Frankfurt/Main: Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie [2]
  • Universität Witten Herdecke: Grönemeyer Institut für Microtherapie [3]
Von "http://de.wikipedia.org/Galvanotherapie"



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