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Heilerde ist ein medizinisches Pulver, das aus eiszeitlichenLößablagerungengewonnen wird und durch spezielle Verfahrensweisen für die verschiedensten Anwendungen verarbeitet wird.
Sie wird meist mit kaltem Wasserverrührt angewendet bzw. eingenommen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte
- 2 Bestandteile
- 3 Äußere Anwendung
- 4 Innere Anwendung
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Geschichte
Heilerden sind bereits seit langer Zeit bekannt und wurden schon in der Antikezur inneren und äußeren Anwendung empfohlen. Diese Tradition lebte auch im Mittelalterweiter und wurde unter anderem in der Neuzeit von Sebastian Kneipp, dem "Lehmpfarrer" Emanuel Falkeund Adolf Justaufgegriffen. Für Just war Heilerde "das beste Heilmittel der Natur".
Bestandteile
Mineralogischenthält Heilerde im Wesentlichen folgende Bestandteile:
Silikate(über 50 %), Dreischichttonminerale, Feldspat, Kalzit, Dolomit.
Auf Elementebezogen enthält Heilerde im Wesentlichen folgende Bestandteile:
Sauerstoff, Silizium, Kalzium, Aluminium, Eisen, Kalium; ferner - unter 1 % - : Magnesium, Natrium, Titan, Wasserstoff.
Äußere Anwendung
Durch den Kältereiz werden die Blutgefäßeverengt und Muskelspannungen gemindert. Entzündungenund Schmerzengehen zurück - unter anderem dadurch, dass beim Trocknen des aufgetragenen Breis eine Saugwirkung auftritt, die überflüssige Gewebsflüssigkeit nach außen ableitet. Außerdem werden durch diesen Prozess auch innere Gewebe erwärmt und der Kreislauf und Stoffwechselangeregt.
Heilerde kommt zum Beispiel bei Wickeln, Auflagen, Gesichtsmasken, Bädern und bei der Haarpflege zur Verwendung. Auch bei Mund- und Rachenspülungen und bei Zahnfleischauflagen erweist sie sich als hilfreich.
Bei den folgenden Symptomen kann Heilerde eingesetzt werden:
- Prellungen
- Quetschungen
- Verstauchungen
- Rheuma
- Akne
- Allergien
- juckende Kopfhaut
- Entzündungen
- Ekzemen
- Neurodermitis
Innere Anwendung
Heilerde wirkt über ihre große Oberfläche. Diese bindet andere Stoffe, insbesondere überschüssige Magensäure.
Bei den folgenden Symptomen kann Heilerde eingesetzt werden:
- Durchfall
- Sodbrennen
- säurebedingten Magenbeschwerden
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