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Iridologie (auch Irisanalyse oder Irisdiagnostik) ist die pseudowissenschaftlicheLehre um die DiagnostizierbarkeitsystemischerErkrankungendes Menschendurch Analyseder Gewebsstrukturenund den ihnen zugeordneten Reflexzonendes Auges, speziell der Iris. Sie konnte bisher nach Ansicht der Mehrheit der Wissenschaftler weder empirisch belegt noch theoretisch begründet werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Geschichte
- 2 Theoretische Grundlagen
- 3 Empirische Belege
- 4 Weblinks
- 5 Literatur
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Geschichte
Neben knappen Beschreibungen der alten Ägypter und einer Veröffentlichung im 15. Jahrhundert (Meyers) wurde die Irisdiagnose durch den ungarischen Arzt Ignaz von Peczely in der Mitte des 19. Jahrhunderts als erstem in der Neuzeit erforscht. Heilpraktiker, Naturheilkundlerund Homöopathenversuchen, mit Hilfe der Iridologie für sie relevante Symptome und potentielle Krankheitsursachen zu entdecken. Einer der ersten Anwender in Deutschland war der Lehmpastor Emanuel Felke.
Theoretische Grundlagen
Iridologen berufen sich unter anderem auf eine Untersuchung des Anatomen Lang 1954 an der Universität Heidelberg, der bewiesen habe, dass von der gesamten Peripherie mit allen Organen Leitungsbahnen zur Iris führten, und zwar über das Rückenmarkund den Thalamusals Zwischenstation, segmental geordnet bis in die Segmente der Iris.
Die Gegner der Irisdiagnose wenden ein, dass das nur bedeute, dass von der Peripherie (inklusive Iris) Verbindungen zum Thalamus bestünden. Die Einmaligkeit der individuellen Iris eines Menschen sei inzwischen auch als individuelles Merkmal eines jeden Menschen (z.B. durch künftige Nutzung am Geldautomat) anerkannt worden und zur Identifikation besser geeignet als ein Fingerabdruck. Dass daraus zusätzlich Informationen über Krankheiten ableitbar seien, widerspreche dem konstanten Aussehen der Iris.
Diese konstanten Strukturen der Iris, die ab dem Ende der Pubertät existieren, sind für die Befürworter dagegen ein Merkmal dafür, dass die Iris ein "genetischer Steckbrief", ein Hinweis auf den locus minoris resistentiae sei (dem Ort der verminderten Abwehrkraft). Damit sei zunächst der Ansatzpunkt für präventive (vorbeugende) Maßnahmen gegeben und dann ein Hinweis auf die eigentliche Ursache von Krankheiten, die auf schulmedizinische Therapien nicht reagieren, weil sie sich sekundär an anderen Organen manifestieren.
Empirische Belege
Iridologen führen als Beleg eine Karlsruher Studie aus den Jahren 1950 bis 1954 an: die "Klinische Prüfung der Organ- und Krankheitszeichen in der Iris" wurde von dem bekannten Kliniker Prof. Dr. med. Franz Volhard angeregt, der von der Zeichensetzung in der Iris überzeugt war. Unter der Leitung seines Sohnes Prof. Dr. med. Ernst Volhard verglichen Dr. med. Franz Vida und Heilpraktiker Josef Deck an einer großen Zahl von Patienten die Zeichensetzung in der Iris mit klinischen Befunden, Röntgenbildern und Sektionsbefunden. Von den 640 iridologisch und klinisch dokumentierten Fällen lieferte die Iridologie in 74,4 Prozent positiv verwertbare diagnostische Hinweise bei Organerkrankungen.
Gegner weisen darauf hin, dass diese Studie nicht doppelblind durchgeführt worden und darum wertlos sei. Manche Befürworter meinen irrtümlich, Diagnosemethoden und pathologische Diathesen könnten im Gegensatz zu Medikamenten oder Therapien grundsätzlich nicht doppelt blind analysiert werden.
Weblinks
- http://www.iris-diagnostik.com
- http://www.praxis-helms.de/augendiagnose.htm
- http://www.iridologie.de
- http://www.paracelsus.de/heilv/natur_45.html
- http://www.rhizoma.de
- http://skepdic.com/iridol.htmlSkeptic Dictionary zur Iridologie
Literatur
- Klaus H. Bayer: Lexikon der Augen- und Irisdiagnos, Ultrus, ISBN 3-927059-71-4
- Hans Hommel: Irisdiagnose leichtgemacht, Ariston, ISBN 3-7205-1137-5
- Dr. Bernard Jensen and Dr. Donald V. Bodeen: Visions of Health, Avery (Penguin), ISBN 0-89529-433-8
- Joachim Broy: Repertorium der Irisdiagnose, Foitzick Verlag 2003, ISBN 3-929338-20-3
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Iridologie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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