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Der Begriff Mikrosystem bezeichnet in der AkupunkturBereiche, in die sich der gesamte Organismus projizieren soll. Beispiele sind die Fußsohle, der Mundinnenraum, die Mittelhandknochen und als bekanntestes die Ohrmuschel, um die herum sich die Aurikulomedizinkristallisiert hat.
Einsatz von Mikrosystemen
Die Projektion erkrankter Körperbereiche in die Mikrosysteme soll diagnostisch hilfreich sein. Findet man Reizungen an entsprechenden Punkten, liefert das nach dieser Vorstellung Hinweise auf erkrankte oder gestörte Organe, Gelenke oder Wirbelsäulenabschnitte. Durch Nadelung, Moxibustion oder Mikroaderlass soll es möglich sein, sehr schnell und gezielt ein Organ anzusprechen und hier ordnend einzugreifen.
Geschichte
Paul Nogierfand bei der Arbeit als Landarzt während der fünfziger Jahre in Südfrankreich Kauterisationen an den Ohrmuscheln seiner Patienten, die an Rückenschmerzen litten. Die Sache begann, ihn zu interessieren, er erforschte die Ohrmuschel, die Anfänge der Aurikulomedizinwaren gemacht.
Heutiger Stand der Dinge
Zwischen 1970 und 1990 entwickelte der HNO-Arzt Dr. Jochen Gleditsch die Mundakupunktur, 2004 veröffentlichte Sanitätsrat Dr. Ottfried Perschke sein Buch ?Akupunktur am Mikrosystem?, auch als ?MAPS? (Mikro-Akupunktur-System) bekannt.
Der süddeutsche Arzt Frank Bahr hat sich sehr intensiv mit der Aurikulomedizin beschäftigt und ein recht kompliziertes Gebilde aus Bioresonanzen, Untersuchungen im elektrischen Feld und Untersuchungen unter Polarisationsfiltern geschaffen, das er vehement vertritt. Andere deutsche und österreichische Akupunkturgesellschaften teilen seine Begeisterung für dieses System nicht.
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