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Sufentanil

Strukturformel
Bild:Sufentanil.png
Allgemeines
IUPAC-Name N-(4-(Methoxymethyl)-1-(2-(2-thienyl)ethyl)-

4-piperidinyl)-N-phenylpropanamid

Summenformel C22H30N2O2S
Molekulargewicht 386,557
Plasmaproteinbindung 93 %
Wirkdauer ca. 30 Min. (nach einmaliger Gabe)
CAS-Nummer 56030-54-7

Sufentanil (Handelsname: Sufenta) ist ein synthetisches Opioid, das als starkes Schmerzmittel vor allem in der Anästhesieangewendet wird. Sufentanil fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz.

Wirkung

Sufentanil vermittelt seine Wirkung über Opioidrezeptoren, die vor allem im zentralen Nervensystemzu finden sind. Wie viele in der Anästhesiegebräuchlichen Opioidereagiert Sufentanil hauptsächlich mit den µ-Opioidrezeptoren, und führt so zu den typischen Opioidwirkungen wie Analgesie, Atemdepression, Euphorie und Miosis. Es ist eine sehr potente Substanz mit der 10fachen Wirkstärke von Fentanylund der 1000fachen Wirkstärke von Morphin. Damit ist es von allen klinisch angewendeten Opioiden das wirkstärkste. Nach intravenöser Gabe verteilt sich Sufentanil aufgrund seiner Lipophilierasch in fetthaltigen Geweben. Die Wirkdauer beträgt ca. 30 Minuten. Der Abbau findet vorwiegend in der Leberstatt, ein kleiner Anteil wird unverändert über die Niereausgeschieden.

Anwendung

Sufentanil wird hauptsächlich in der Anästhesieund in der Intensivmedizinals Schmerzmittel angewendet. Es kann repetitiv oder kontinuierlich mittels einer Spritzenpumpezugeführt werden. Aufgrund seiner hohen analgetischenPotenz sollte es nur unter Überwachung verabreicht werden, um eine eventuelle Atemdepression nicht zu übersehen. In der Intensivmedizinwird Sufentanil bevorzugt zur kontinuierlichen Analgosedierungbenutzt, da es besser steuerbar ist als Fentanyl; gleichzeitig aber auch eine stärkere sedierende Wirkung besitzt und seltener zu Atemdepression führt.

Unerwünschte Wirkungen

Wie alle Opioidekann auch Sufentanil die typischen Opioid-Nebenwirkungen erzeugen. Zu diesen zählen Atemdepression bis zur Apnoe, Euphorie, Verstopfung sowie Übelkeit und Erbrechen.




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