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Knorpelgewebe ist ein sowohl druck- als auch biegungselastisches, gefäßarmes Gewebe, das schneidbar ist und wie die anderen Binde- und Stützgewebsartenaus Zellenund Interzellularsubstanzbesteht.
Die fixen Zellen - Chondrozyten oder Knorpelzellen genannt- sind ebenso wie deren Zellkern- kugelig geformt und enthalten viel Wasser, Fett und Glykogen.
Die Interzellularsubstanz enthält bis zu 70% Wasseranteil und ist arm an Gefäßenund Nerven.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Unterteilung
- 1.1 Hyaliner Knorpel
- 1.2 Elastischer Knorpel
- 1.3 Faserknorpel
- 2 Entstehung des Knorpelgewebes
- 3 Erkrankungen des Knorpels
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Unterteilung
Die Interzellularsubstanz bestimmt mit der Art ihrer Zusammensetzung die Unterteilung des Knorpelgewebes in
- hyalinen
- elastischen und
- Faserknorpel.
Hyaliner Knorpel
Hyaliner Knorpel hat eine milchig bläuliche Farbe. Man findet sie zu mehreren beianander. Sie scheiden eine durchsichtige feste Substanz aus. In der Zwischensubstanz liegen kollagene Fasern und vereinzelt elastische Fasernetze. Als Chondronoder Territorium wird jene Einheit bezeichnet, die aus eingekapselten Knorpelzellen und dem sie umgebendem Vorhof besteht. Die Zellen des Chondrons stammen jeweils von einer einzelnen Mutterzelle ab und sind in Reihen oder Säulen angeordnet.
Im hyalinen Knorpel finden sich schon frühzeitig Kalkeinlagerungen. Seine Gefäßarmut begünstigt zusammen mit der oft hohen mechanischen Belastung degenerative Prozesse.
Vorkommen: als Gelenksknorpel, Rippenknorpel, Knorpelgewebe des Atemtrakts, der Nase, der Epiphysenfugenund des knorpelig präformierten Skeletts(z.B. der flachen Schädelknochen)
Elastischer Knorpel
Elastischer Knorpel hat eine gelbliche Farbe. In der Zwischensubstanz liegen reichliche elastische Fasernetze und nur vereinzelt kollagene Fasern. Elastischer Knorpel zeigt keine Tendenz zur Verkalkung.
Vorkommen: Ohrmuschel, Kehldeckel, Ohrläppchen
Faserknorpel
Faserknorpel wird auch als Bindegewebsknorpel bezeichnet und enthält weniger Zellen als die erstgenannten beiden Arten, dafür viele kollagene Faserbündel.
Vorkommen: In den Zwischenwirbelscheiben (Bandscheiben), der Schambeinfugeund der Menisken
Entstehung des Knorpelgewebes
Vorknorpelzellen, die dicht gelagert zusammenliegen, vergrößern sich in ihrer Entwicklung zu Chondrozyten, nehmen schließlich ihre Funktion auf und sezernieren dabei eine Matrix, die reich an Chondromukoproteinist. Gleichzeitig wird Tropokollagenproduziert und im Extrazellularraum als Kollagenabgelagert. Durch die Produktion dieser Substanzen rücken die Chondrozyten nun in kleinen Gruppen auseinander. Das Wachstum des Knorpels geschieht somit vornehmlich durch die Größenzunahme der Interzellularsubstanz.
Erkrankungen des Knorpels
Bei Knorpelernährungsstörungen kommt es zu einem Verfall der zwischen den Chondroyzten gelegenen Matrix. Man spricht von einer Demaskierung des Knorpels. Die Oberfläche wird rauh, das schränkt die Funktion des betroffenen Gelenkes ein, eine Arthroseentwickelt sich. Sehr häufig ist die Knorpelerkrankung der Kniescheibe, (Chondropathia patellae), die relativ früh, schon bei Kindern, zu Schwierigkeiten führen kann. Im Brustkorb kann es, an der Grenze zwischen knöcherner und knorpeliger Rippe, zu bizarren Verkalkungen kommen, man nennt das "Chondrokalzinose".da:Brusk
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