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Pleura

Die Pleura (von griechisch?????? ?Seite, Flanke, Rippe?), deutsch Brustfell, ist eine dünne seröseHaut, die

  • die Lungenüberzieht (dieses Blatt ist das Lungenfell, fachsprachlich Pleura visceralis oder Pleura pulmonalis) und
  • die Brusthöhlevon innen auskleidet (das Brustfell im engeren Sinne oder präziser Pleura parietalis); dieses wird weiter unterteilt in:
    • die Cupula pleurae, den kopfwärtigen Teil an der Lungenkuppel,
    • das Rippenfell oder Pars costalis, welches nur der den Rippenanliegende Teil ist,
    • die Pars mediastinalis am Bindegewebe des Mediastinumsim Brustkorbzentrum und
    • die Pars diaphragmatica an der Zwerchfelloberseite.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Aufbau
  • 2 Funktion
  • 3 Bedeutung (Pathophysiologie)
  • 4 Untersuchung der Pleura
  • 5 Krankheiten der Pleura
  • 6 Siehe auch

Aufbau

Sie besteht histologischaus einschichtigem Plattenepithel, welches ontogenetischvom Mesothelabstammt, und einer Lamina propriaund sondert seröse Flüssigkeit ab; die beiden Blätter sind durch einen dünnen, druckdichten Spalt, die Pleurahöhle oder Cavitas pleuralis, voneinander getrennt, in dem sich Ergüsse oder Metastasensammeln können, und schlagen am Hilusder Lunge und dem Ligamentum pulmonaleineinander um. Fußwärts an den Zwerchfellrändernund zur Brustmitte hin im Mediastinumhat sie Reserveausbuchtungen (Recessus), um die Lungenausweitung beim Atemvorgangzu gewährleisten. Die sensibleNervenversorgung des Brustfells übernehmen Äste des zehnten Hirnnerven, des Nervus vagus- das Lungenfell dagegen hat wahrscheinlich gar keine Schmerzempfindung.

Funktion

  1. Die Pleura ist eine gleitende Verschiebeschicht für die Lungenbewegungen;
  2. die Pleura ist ein unbedingt notwendiges Sog-vermittelndes Medium für die Atmung: Durch relativen Unterdruck im Pleurazwischenraum und die kapillareAdhärenzder Pleurablätter müssen die Lungen beim Einatmen der aktiven Ausdehnung von Brustwandmuskeln und v.a. Zwerchfell folgen.

Bedeutung (Pathophysiologie)

Wird der relative Unterdruck zwischen beiden Pleurablättern aufgehoben (z.B. durch einströmende Luft bei Stichverletzung), so folgt die Lunge dem sich ausdehnenden Brustkorb beim Einatmen nicht mehr, was schließlich zum Zusammenfallen des auf Entfaltung angewiesenen Lungenflügels führt (Pneumothorax).

Untersuchung der Pleura

  • Anamneseerfragen
  • Perkussion(Abklopfen)
  • Auskultation(Abhören)
  • Sonografie(Ultraschall)
  • Röntgenbilderdes Thoraxin zwei Ebenen
  • Computertomografie
  • Thorakoskopie(endoskopischeBeurteilung des Pleuraspalts)
  • Biopsiefür
    • Zytologie
    • Bakteriologie

Krankheiten der Pleura

  • Pleuritis= Brustfellentzündung
  • Pleuraerguss
  • Pleuraempyem= Vereiterung im Pleuraraum
  • pleurale Tumoren, z.B. Pleuramesotheliombei Asbestarbeitern
  • Pleurakarzinose: pleurale (Abtropf-)Metastasierung von Tumoren insbesondere des Brustkrebses
  • Pneumothorax(zur Pathophysiologie siehe oben)

Siehe auch

Pneumothorax




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