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Serosa

Als Serosa (anatomisch exakt Tunica serosa) bezeichnet man die glatte Auskleidung der Körperhöhlen (Brusthöhle, Bauchhöhle). Sie ist glänzend, durchsichtig und von einem Flüssigkeitsfilm bedeckt.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Struktur
  • 2 Regionale Gliederung
  • 3 Mesenterium
  • 4 Großes und kleines Netz
  • 5 Sonderbildungen

Struktur

Serosa besteht aus einem einschichtigem Plattenepithel. Es stammt vom mesodermalenZölomepithelab und wird daher auch Mesothel genannt. Zwischen den Mesothelzellen gibt es Poren, durch die Flüssigkeit ein- und austreten kann. Das Mesothel ist sowohl sekretorischals auch resorptivaktiv. Der seröse Flüssigkeitsfilm ist ebenfalls ein Produkt des Mesothels.

Unter dem Epithel liegt eine bindegewebigeEigenschicht. Dort befindliche Ansammlungen von Zellen der Immunabwehrwerden als Milchflecken (Macula lactea) bezeichnet. In der subepithelialen Bindegewebsschicht verlaufen auch Blutgefäße, Lymphgefäßeund Nerven. Die Serosa ist gut innerviert. Ein Großteil der Schmerzendurch Organerkrankungen wird über die Serosa wahrgenommen.

Regionale Gliederung

Die Serosa wird in den Körperhöhlen unterschiedlich bezeichnet:

  • Pleura("Brustfell") in der Brusthöhle
  • Peritoneum("Bauchfell") in der Bauch-und Beckenhöhle

Mesenterium

Die Serosa kleidet nicht nur die Wand der Körperhöhlen aus. Die in den Höhlen befindlichen Organe stülpen sich in diese Haut ein, wie wenn man einen Gegenstand auf eine Folie legt und darin einwickelt. Daher haben alle in den Körperhöhlen befindlichen Organe einen Serosaüberzug, der mit der Organoberfläche eng verbunden ist und dieser ein glänzendes Aussehen verleiht.

Die dadurch entstehende Doppellamelle (Serosaduplikatur) zwischen Wandblatt der Serosa und dem Organ wird als Mesenterium ("Gekröse") bezeichnet. Es dient der Befestigung der inneren Organe. Die Benennung der jeweiligen Gekröse erfolgt durch die Vorsilbe Meso und den jeweiligen lateinischen Organnamen, z. B. Mesoduodenum (Gekröse des Zwölffingerdarms), Mesorchium (Gekröse des Hodens) ... Bei einigen Organen haben sich besondere Namen eingebürgert, z. B. Ligamentum latum uteri (Gebärmuttergekröse).

Großes und kleines Netz

Eine Sonderform des Mesenteriums sind Netze (lat. Omenta, griech. Epiploon). Hier ist die Doppellamelle weit ausgezogen. Es handelt sich dabei um Umbildungen der beiden Magengekröse(Mesogastrium dorsale und ventrale). Bei den Säugetiereneinschl. Menschgibt es ein

  • Omentum minus (kleines Netz): zwischen Lebersowie Magenund Duodenum, etwas künstlich unterteilt in Ligamentum hepatogastricum und Ligamentum hepatoduodenale
  • Omentum majus (großes Netz): zwischen Magen und rückenseitiger Bauchwand

Das große Netz ist dabei eine besonders weit ausgezogene Tasche, in deren Wand auch die Milzeingelagert ist. Es hüllt den Darm wie eine Schürze ein, bei einigen Tieren (z. B. Pferd) liegt es zwischen den Darmschlingen.

Sonderbildungen

Serosaduplikaturen können auch direkt zwischen benachbarten Organen verkehren. Solche Serosabrücken bezeichnet man als

  • Ligamentum (Band), z. B. Ligamentum cecocolicum (nicht mit den rein bindegewebigen Bändern an Gelenkenverwechseln, die ebenfalls "Ligamentum" genannt werden)
  • Plica (Falte), z. B. Plica ileocecalis

In einigen Fällen wird "Ligamentum" auch für Serosaduplikaturen zwischen Organ und Bauchwand verwendet (z. B. Ligamentum ovarii proprium, Leberbänder), in einigen Fällen auch für Abschnitte von Gekrösen (siehe oben unter "kleines Netz").en:Serous membrane fr:Séreuse

Von "http://de.wikipedia.org/Serosa"



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