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Als Skelettmuskeln, auch gestreifte - beziehungsweise quergestreifte Muskeln bezeichnet man diejenigen Muskeln, die vor allem für die willkürlichen, aktiven Körperbewegungen zuständig sind, zum Beispiel die Bewegung von Armen und Beinen.
Bild:Skeletal muscle.jpg "top-down"-Ansicht eines Skelettmuskels
Abweichend findet man Muskeln diesen Typs ebenfalls in der Zunge, in den Muskeln des Kehlkopfesund in der Muskulatur des Zwerchfells, obwohl ihre Aufgabe nicht die Bewegung des Skeletts ist. Eine Sonderform der quergestreiften Muskulatur ist außerdem der Herzmuskel, welcher nicht der willkürlichen Steuerung unterliegt.
Die Skelettmuskeln kann man in rote und weiße Muskulatur unterteilen. Die rote Muskulatur (die ihre Rotfärbung Myoglobinverdankt) ist eher für die ausdauernden Bewegungen zuständig (überwiegt also bei Ausdauersportlern). Die weiße Muskulatur kann schneller kontrahieren und stärkere Bewegungen ausführen (bildet also bei Kraftsportlern einen erheblichen Teil der Muskelmasse).
Aufbau
Ein Skelettmuskel besteht aus Tausenden von Muskelfasern, die bis zu 15 cm lang sein können (im Schneidermuskel des Oberschenkels sogar bis zu 30 oder gar 40cm ) und außen von Bindegewebe, der Faszie, umhüllt sind. Ausläufer dieses Bindegewebes, so genannte Septen, umhüllen nochmals jede einzelne Muskelfaser und schließen diese zu Muskelfaserbündeln zusammen, welche letztendlich den Muskel bilden.
Jede Muskelfaser ist aus fadenförmigen Strukturen aufgebaut, den so genannten Myofibrillen. Diese durchziehen nebeneinander die Muskelfaser der Länge nach und sind aus kleineren Einheiten aufgebaut, den Myofilamenten. In diesen Eiweißstrukturen verläuft die Muskelkontraktiondurch gegenseitiges Ineinanderschieben.
Unter dem Mikroskopist eine deutliche Querstreifung erkennbar.Dies liegt daran, dass die Myofibrillen in Längsrichtung in segmentartige Abschnitte unterteilt sind, den Sarkomeren. In diesen Sarkomeren überlagern sich Aktin und Myosin unterschiedlich dicht, was den I, A und H-Streifen sichtbar macht. Zusätzlich gibt es noch den Z-Streifen, der die Trennwand zwischen den einzelnen Sarkomeren bildet. Da nur noch faserartige Strukturen, aber keine einzeln unterscheidbaren Muskelzellen mehr vorliegen, befinden sich die Zellkerne am Rande der Muskelfaser. Die Muskelfasern haben deßwegen mehrere Zellkerne, weil sie während der embryonalen Entwicklung des Menschen im Mutterleib aus mehreren Zellen verschmolzen sind.
Eine Muskelfaser kann sich deswegen auch nicht teilen, wodurch beim Muskeltraining nur der Faserdurchmesser der Muskeln größer wird (durch Steigerung der Anzahl versch. Zellkörperchen wie z.B. Mitochondrien), die Faseranzahl aber immer gleich bleibt.
Zu unterscheiden von der Skelettmuskulatur ist die glatte Muskulatur, die für die unwillkürlichen Bewegungen des Magen-Darm-Traktes, die Erweiterung der Blutgefäßeetc. zuständig ist.
Weblinks
weitere Artikel
- Muskulatur
- Nomenklatur (Anatomie)
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