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Der Stütz- und Bewegungsapparat sorgt dafür, dass der Körper in einer festgelegten Form bleibt, aber trotzdem zielgerichtet bewegt werden kann. Dafür ist er aus festen und beweglichen Organsystemen zusammengesetzt.
Das knöcherne Skelettsorgt für die Formgebung es Körpers. Es wird durch die Skelettmuskelnbewegt. Dazu dienen Sehnenals Kraftüberträger, die auf der einen Seite am Knochenangewachsen sind, auf der anderen Seite im Muskelverankert sind. Falls es notwendig wird, die Zugrichtung der Sehnen zu ändern, werden sie mit Bändernumgelenkt. Bänder dienen ebenfalls dazu, stark belastete Gelenkezu festigen und zu sichern.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Skelett
- 2 Muskeln
- 3 Sehnen und Sehnenscheiden
- 4 Bänder
- 5 Schleimbeutel
- 6 Sesambeine
- 7 Literatur und Links
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Skelett
Das Skelett besteht aus verschieden geformten Knochen (Röhrenknochenund Plattenknochen), die zum Teil mit einander verwachsen sind, wie zum Beispiel der Schädeloder das Becken. Es hat nicht nur die Aufgabe, die Form des Körpers zu gewährleisten und damit die Beweglichkeit des Organismus sicher zu stellen, sondern hat auch Schutzfunktionen für innere Organe (wiederum Schädel und Becken) oder ihre Arbeit überhaupt erst zu ermöglichen (der Brustkorb, ohne den die Atmungnicht funktionieren könnte). Zusätzlich ist das Innere der Knochen, das Knochenmark, eine wichtige Bildungsstätte für die Blutzellen.
Die Knochen sind untereinander mit Gelenkenverbunden, die Bewegungsrichtung und Bewegungsradius der Knochen bestimmen. Die Beweglichkeit in bestimmte Richtungen kann zusätzlich durch Knochenvorsprünge wie das Olekranon(am Ellenbogengelenk) oder den Rabenschnabelfortsatz(am Schulterblatt) eingeschränkt werden.
Im Artikel über das Skelett des Menschenfindest Du mehr Details zu diesem Thema.
Muskeln
Die Skelettmuskelnverbinden zwei verschiedene Knochen, indem sie über mindestens ein Gelenk hinweg mit ihren Sehnenan den Knochen ansetzen. Wenn sich ein Muskel verkürzt zieht er die beiden Knochen in deren Gelenk auf einander zu. Muskeln haben nur die Möglichkeit, sich zusammen zu ziehen, nicht aber, sich selbst in ihre Ausgangslage zurück zu dehnen. Dafür brauchen sie einen oder mehrere Muskeln, die auf der anderen Seite des Gelenks ansetzen und die entgegengesetzte Bewegung bewirken. Solche Muskeln werden Gegenspieler (lat.: Antagonisten) genannt.
Skelettmuskeln müssen nicht unbedingt nur an einer einzigen Stelle an einem Knochen angewachsen sein. Manche Muskeln teilen sich in zwei oder mehr Teile auf, die zwar auf einer Seite in einer gemeinsamen Sehne ansetzen, auf der anderen Seite aber an unterschiedlichen Stellen am selben oder sogar an verschiedenen Knochen enden. Solche Muskeln nennt man Bizeps (bei zwei Muskelköpfen), Trizeps (drei Muskelköpfe) oder Quadrizeps (vier Muskelköpfe).
In Skelettmuskeln sind die einzelnen Zellen in Reihen hintereinander angeordnet; sie bilden so eine Muskelfaser. Mehrere dieser Muskelfasern bilden Muskelfaserbündel, von denen mehrere zusammen mit einer festen, netzartigen Haut, der Muskelfaszie, umgeben sind und gemeinsam den Muskel bilden.
In der Kategorie:Skelettmuskelfindest Du Beschreibungen einzelner Muskeln.
Sehnen und Sehnenscheiden
Damit die Kraft, die von den Muskeln entwickelt wird, in Bewegungen der Knochen umgesetzt wird, müssen beide Baugruppen mit einander verbunden werden. Dies ist die Aufgabe der Sehnen. Sie bestehen aus festem, aber biegsamem collagenemBindegewebe. Ihre Fasern liegen parallel zur Zugrichtung. Sehnen sind im Muskel mit den Muskelfasernverwachsen und setzen am Knochen an Vorsprüngen oder aufgerauten Bereichen an.
Zusätzlich zu den "normalen" Sehnen gibt es auch Sehnenplatten (medizinisch: Aponeurosen). Sie besitzen nicht die Form eines Seils, sondern einer festen, dicken Haut. An ihnen können mehrere Muskeln oder Muskelköpfegemeinsam ansetzen (z.B. die Zungenaponeurose, Aponeurosis linguae).
Um den Sehnen unnötige Reibung, die sie schädigen können, zu ersparen, werden besonders lange Sehnen in Sehnenscheidengeführt. Dabei handelt es sich um Röhren aus zwei Hautschichten, zwischen denen sich Flüssigkeit befindet. Dadurch entsteht eine Gleitfläche, die die Reibung zwischen der Sehne und dem umgebenden Gewebe deutlich herab setzt.
Bänder
Auch Bänder (lat.: Ligamentum) bestehen meist aus kollagenen Fasern, seltener aber auch aus elastischem Bindegewebe. Sie liegen entweder um Gelenke herum oder in ihnen (zum Beispiel die Kreuzbänderdes Kniegelenks). Sie stützen die Gelenke oder hemmen die Beweglichkeit der Knochen untereinander und helfen dadurch, Überdehnungen von Muskeln oder Sehnen zu vermeiden.
Auch in der Bauchhöhle gibt es Bänder, die Organe an Ort und Stelle halten. Sie haben aber nichts mit den Bändern des Stützapparates zu tun und wurden in der veralteten Jenaer Nomina Anatomica (JNA) als Chorda oder Plica bezeichnet; gelegentlich findet sich diese Bezeichnung noch in der Literatur.
Einen genaueren Einblick in Aufbau und Funktion der Bänder findest Du im Artikel über Bänder.
Schleimbeutel
An Stellen, die eine besondere Gefahr für Sehnendarstellen, baut der Körper zusätzliche Polster ein, die die Sehne gegen Durchscheuern schützen sollen: die Schleimbeutel (lat.: bursae synovialis). Diese Polster sind kleine Hautkissen, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind und unter der Sehne auf der gefährdeten Seite plaziert sind. Durch die Flüssigkeit wird der Druck der Sehne gleichmäßig auf eine größere Fläche verteilt.
Sesambeine
Ein Sesambeinist ein kleiner Knochen, der in eine Sehneeingewachsen ist und für einen zusätzlichen Abstand zum Knochen sorgt. Dadurch entsteht ein größerer Hebel für die Sehne, so dass eine geringere Kraft notwendig wird, um den mit der Sehne verbundenen Knochen zu bewegen.
Das bekannteste Beispiel für ein Sesambein ist die Kniescheibe, die in der Sehne des Quadrizepszum Unterschenkelknochen eingewachsen ist. Durch diese Konstruktion kann der Unterschenkel leicht gestreckt werden, ohne dass der Oberschenkel noch mehr Muskelmasse aufweisen muss.
Literatur und Links
(muss noch ergänzt werden)
siehe auch: Anatomie des Menschen, Nomenklatur (Anatomie)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Stütz- und Bewegungsapparat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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